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40 Jahre Fiat Ducato
Der Goldesel ist elektrisch geworden

Alles drin, alles dran: Auch der neue Fiat E-Ducato ist ein Raumwunder.
Foto: Autoren-Union Mobilität/Michael Kirchberger
  • Alles drin, alles dran: Auch der neue Fiat E-Ducato ist ein Raumwunder.
    Foto: Autoren-Union Mobilität/Michael Kirchberger
  • hochgeladen von Redaktion MarktSpiegel

(aum/mue) - Es war nur eine Frage der Zeit, bis auch Fiat seinen Besteller, den Transporter Ducato, elektrifiziert. Zum 40. Geburtstag des erfolgreichen leichten Nutzfahrzeugs ist es nun soweit.

In zahlreichen Karosserievarianten, mit langem oder kurzem Radstand, Hoch- oder Flachdach sowie mit zwei unterschiedlich kräftigen Batterien kommt der bei Spediteuren und Handwerkern gleichermaßen beliebte Transporter auf die Straßen. Gleichzeitig bekommen auch die konventionell motorisierten Varianten eine Auffrischung. Moderne Assistenzsysteme und bessere Konnektivität sollen den Ducato in der Kundengunst noch weiter nach vorne bringen.

Die größte Batterie umfasst fünf Module und liefert 79 kWh, die wiederum für 371 Kilometer reichen sollen. Wohlgemerkt im WLTP-City-Zyklus, der deutlich längere Fahrstrecken errechnet als beim Überlandbetrieb, da Elektrofahrzeuge in der Stadt eben wesentlich weniger Energie verbrauchen. Im normalen Zyklus sinken die Reichweiten auf 170 und 235 Kilometer. Allerdings rechnet Fiat vor, dass die Wartungsarbeiten am elektrischen Antriebsstrang deutlich geringer sind als bei einem Verbrennungsmotor. Weder Ölwechsel noch der Austausch üblicher Verschleißteile sei notwendig, die Gesamtkosten, die so genannten Total Costs of Ownership, lägen wesentlich niedriger als beim Diesel. Außerdem bieten die Italiener als Kaufanreiz zum Marktstart die ersten fünf planmäßigen Fahrzeugwartungen innerhalb von 60 Monaten nach der ersten Zulassung gratis an. Der E-Ducato bekommt mit der 47-kWh-Batterie eine Garantie von acht Jahren oder 160.000 Kilometer, für die Version mit dem großen Akku steht Fiat zehn Jahre oder 220.000 Kilometer gerade. Geladen werden die Batterien von Onboard-Geräten mit elf kW; ein 22-kW-Wechselstromlader soll bald folgen. Als weitere Option gibt es einen Gleichstrom-Schnelllader mit 50 kW, in weniger als einer halben Stunde lässt sich Energie für 100 Kilometer Fahrstrecke nachladen.

Mehr als zehn Varianten des E-Ducato bietet Fiat an – es gibt den klassischen Kastenwagen in verschiedenen Längen, eine Kleinbusversion und das Fahrgestell mit Fahrerkabine für Sonderaufbauten. Die Tonnage reicht bis 4,25 Tonnen, die Nutzlast bis zu 1.910 Kilogramm. Er habe das größte Ladevolumen aller batterieelektrischen Kleintransporter, sagt Fiat, was man bei Packmaßen von zehn bis 17 Kubikmeter gerne glauben will. Beim elektrischen Fahren unterstützt der Fahrmodusschalter, dessen Eco-Programm das Spitzentempo und die Beschleunigungswerte reduziert. Der normale Modus bietet hinreichend Kraft, um eine Kreuzung flink zu überqueren, und der Power-Mode mobilisiert die volle Leistung des E-Motors, die bei 90 kW (122 PS) liegt. Er erreicht ein Spitzendrehmoment von 280 Newtonmeter und hilft dann beim Überwinden kräftiger Steigungen.

Von außen gibt sich der Ducato 2022 mit neuen LED-Scheinwerfern zu erkennen, außerdem wurden Kühlergrill und Lufteinlassgitter modernisiert. Innen wurde verhalten erneuert; das Display zwischen den Instrumenten funzelt immer noch grob gepixelt in schlecht ablesbarem Rot. Das praktische Klemmbrett oben auf der Armaturentafel scheint dagegen Geschichte zu sein. Dafür gibt es jetzt einen Beifahrersitz, dessen Fläche hochgeklappt werden kann, um auf der Konsole zu arbeiten oder auch zu frühstücken.

Autor:

Redaktion MarktSpiegel aus Nürnberg

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