Capella Antiqua Bambergensis im CPH – 21.04.
Das jüdisch-deutsche Liederbuch von 1912

Die Capella Antiqua Bambergensis spielt am Sonntag, 21. April um 16 Uhr im Caritas-Pirckheimer-Haus Nürnberg.  | Foto: Capella Antiqua Bambergensis / Foto: Matthias Hoch
  • Die Capella Antiqua Bambergensis spielt am Sonntag, 21. April um 16 Uhr im Caritas-Pirckheimer-Haus Nürnberg.
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Unter dem Motto „Vom Sommer, vom Herbst, zum Winter des Jahrhunderts“ sorgt die Cappella Antiqua Bambergensis gemeinsam mit Jule Bauer und Literaturwissenschaftler Thomas Sparr für ein musikalisches Highlight im Caritas-Pirckheimer-Haus (CPH). Im Mittelpunkt steht ein wiederentdecktes jüdisch-deutsches Liederbuch von 1912. Auf originalen Musikinstrumenten erklingen Melodien aus mehr als 800 Jahren.

Die Capella Antiqua Bambergensis muss man im fränkischen Raum nicht mehr groß vorstellen. Das vor allem auf mittelalterliche Musik spezialisierte Ensemble, das seinen Sitz auf Schloss Wernsdorf bei Bamberg hat, erarbeitet immer wieder neue musikalische Themenabende.
Im Mittelpunkt ihrer musikalischen Lesung „Vom Sommer, vom Herbst, zum Winter des Jahrhunderts“, die am 21. April im Caritas-Pirckheimer-Haus zu erleben ist, steht die Geschichte eines einzigartigen Liederbuchs: 2019 entdeckten Mitglieder der Capella Antiqua das jüdisch-deutsche Liederbuch im Musikarchiv der Israelischen Nationalbibliothek in Jerusalem. Das 1912 in Berlin herausgegebene Buch enthält eine umfassende Sammlung der damals beliebtesten jüdischen und deutschen Lieder. Es zeugt vom fruchtbaren Ineinander jüdischer und deutscher Musik in der „Belle Époque“ vor dem Ersten Weltkrieg. Das Liederbuch enthält faszinierende Melodien aus mehr als 800 Jahren.

Die Capella Antiqua Bambergensis - Andreas, Anke, Nina, Thomas und Wolfgang Spindler - spannt gemeinsam mit Jule Bauer (Gesang und Nyckelharpa) und Thomas Sparr (Autor und Sprecher) einen Bogen zwischen den Jahrhunderten jüdischer und deutscher Geschichte, zwischen Musik und Literatur. Sie laden auf eine besondere Zeitreise ein und lassen auf den originalen Musikinstrumenten dieser Zeit Melodien aus mehr als 800 Jahren erklingen.
Thomas Sparr, Autor und Literaturwissenschaftler, lebte in den achtziger Jahren in Jerusalem. Dort arbeitete er am Leo Baeck Institut und an der Hebräischen Universität. 1990 übernahm er die Leitung des Jüdischen Verlags und wurde später einer der Geschäftsführer des Suhrkamp Verlages, für den er heute als Editor-at-Large tätig ist.

Jule Bauer studierte Musikwissenschaft und Gesang mit dem Schwerpunkt „Alte Musik“. Sie spielt in verschiedenen internationalen Ensembles für Alte Musik, Folk- und Weltmusik. Durch ihre Lehrtätigkeit für Gesang und Nyckelharpa hat sie sich in Deutschland, Italien und Frankreich fest etabliert.

Spielort:
Caritas-Pirckheimer-Haus
Königstraße 64
90402 Nürnberg

Eintritt: 24,- / ermäßigt: 16,-
Kartenvorverkauf über die Website oder Tel. 09505 / 80 60 60 6

Es wird auch eine Kasse vor Ort geben.

Autor:

Susanne Kaiser aus Nürnberg

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