Wenzelburg wurde zur viktorianischen Kaiserburg
English Dramatic Society mit Geistergeschichten
- hochgeladen von Edith Link
Am 25. und 26. September wurden die Wenzelburg und der Kaisersaal zur Kulisse für spannende Geschichten aus der viktorianischen Zeit des 19. Jahrhunderts in England.
Wenn die Nebel wabern, öffnet die Burg die Türen zu einer Welt mit flackernden Kerzen, versteckten Geheimnissen und spektraler Gegenwart von Verstorbenen: Viktorianische Geister in der Burg!
Innerhalb der historischen Wände scheint jeder Schatten eine Erinnerung wiederzubringen, ruhelose Seelen, mysteriöse Plätze, Häuser mit Spuk und die ungelöste Frage: Was, wenn die Toten immer unter uns sind?
Veranstalter war die English Dramatic Society, der Dank ging an das Sprachenzentrum der Universität Erlangen-Nürnberg, dem Institut für Theater- und Medienwissenschaften, dem Experimentiertheater & Medienstudio Adrian Baumeister und Alexander Eichmüller und an Anja Schwemmer (Kultur und Freizeit) von der Stadtverwaltung Lauf.
Es war faszinierend zu erleben, wie auf ganz ruhige Art Geschichten gelesen wurden, die quasi von den Schauspielern illustriert und mit der Kunst von Foley mit Geräuschen versehen wurden. Im vorderen Teil der Bühne wurde gespielt, im hinteren Teil wurde der Sound produziert, an einer Leinwand erschienen Bilder zur Geschichte. In einer lauten Medienwelt ist es mit den beiden Stücken gelungen, das Publikum durch den Einsatz der eigenen Fantasie zu unterhalten. Im ersten Stück ging es um ein verschwundenes Haus, das aus dem Nebel kurz vor Mitternacht wieder auftaucht und in dem für kurze Zeit alle Personen zum Leben erwachen. Im zweiten Stück nach der Pause tauchte ein Jahrmarkt auf. Vor langer Zeit war dort jemand aus dem Riesenrad gestürzt und nun sollte ein neuer Besucher den Tod finden.
Die Kunst von Foley arbeitet still hinter der Geschichte, schafft Atmosphäre, Rhythmus und Gefühl und erinnert manchmal daran, dass die mächtigste Art der Vorstellung das ist, was wir tatsächlich nicht sehen, aber deutlich spüren.
Autor:Edith Link aus Nürnberg |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.