Favorit Flensburg gewinnt gegen Erlangen
HC Erlangen mit großer Moral bis zum Schluss
- Immer wieder schön: Die emotionalen Einlaufzeremonie des HC Erlangen hier mit Viggó Kristjánsson und einem "Einlaufkind" kurz vor Spielbeginn (© JockiFoto)
- Foto: JockiFoto, Erlangen
- hochgeladen von Jocki Krieg
Erlangen (hjk) - Der HC Erlangen hat der SG Flensburg-Handewitt beim 29:34 (13:17) einen intensiven Kampf geliefert und sich in der mit 8.200 Zuschauern ausverkauftem PSD Bank Nürnberg Arena sehr beachtlich präsentiert.
Handballsport vom Feinsten
Schon gleich zu Beginn zeigte sich der HC Erlangen mutig und strukturiert. Erlangens Torhüter Khalifa Ghedbane war bestens aufgelegt und zeigte in den ersten Spielminuten viele, wichtige Paraden. Auch die HCE-Abwehr machte es den Flensburger Weltstars um Simon Pytlick und Johannes Golla und Co. schwer ihre gewohnte schnelle Spielanlage durchzusetzen und zwang sie immer wieder ins hektische Zeitspiel. Auch vorne war einiges los. Die blitzschnellen Andri Runarsson und Sander Øverjordet sorgten für viel Druck, verteilten die Bälle oder warfen selbst in Richtung Benjamin Burić im Flensburger Tor. Die ARENA tobte dann richtig los, als der stets gut bewachte Maciej Gębala mit seiner Urgewalt vom Kreis das erste von insgesamt sieben Toren warf.
Wir haben gut gekämpft
„Im Vergleich zum Vorjahr erarbeiten wir uns viel bessere Chancen. Der nächste Step muss jetzt sein, diese besser zu nutzen“, bilanzierte HCE-Coach Johannes Sellin nach dem packenden Duell gegen die SG Flensburg-Handewitt und lobte den Auftritt des gesamten Teams. Der HC Erlangen ist bereit, sich mit den Großen anzulegen, das war in der ausverkauften ARENA gut zu spüren.
HCE beißt sich in die Partie
Selbst als der Favorit erstmals wegzuziehen drohte, blieb der HCE unbeeindruckt. Clever sicherte sich Christoph Steinert mit einer genialen Rettungsaktion einen Abpraller und wirft ihn zum 7:7-Ausgleich ins Flensburger Tor. Auch als der Favorit zur Halbzeit (13:17) führte applaudieren die begeisterten Fans teilweise stehend dem Erlanger Team beim Gang in die Pause.
Weiter mit guter Moral
Im zweiten Durchgang bissen sich die Erlanger zwar zeitweise am starken Flensburger Keeper Buric die Zähne aus, doch Aufgeben war keine Option. Während Europameister Simon Pytlick seine Extraklasse aufblitzen ließ, erwischte auch der Erlanger Maciej Gębala einen absoluten Sahnetag und hielt den HCE mit seinen Treffern auf Schlagdistanz.
Kampfgeist bis zum Schluss
In der Schlussphase bewies der HC Erlangen große Moral und kämpfte sich trotz eines schier aussichtslosen Rückstands immer wieder heran. Ein Steal von Florian Scheerer hier, sicher verwandelte Siebenmeter von Christopher Bissel da und ein letzter Steinert-Gegenstoß. Beim Schlusspfiff stand ein respektables 29:34 auf der Anzeigetafel und ein Fazit: Der HC Erlangen ist konkurrenzfähig und bereit, sich mit den Spitzenteams der Liga zu messen.
Wie geht es weiter?
Die Erlanger Handballer wollen den positiven Schwung aus diesem Spiel mitnehmen, wenn es am Donnerstag (19 Uhr) zum Tabellennachbarn, dem ThSV Eisenach geht. Und das Ziel ist klar definiert: Zwei wichtige Punkte aus Thüringen in die Metropolregion Nürnberg holen.
Weitere Informationen: https://www.hc-erlangen.de
Autor:Jocki Krieg aus Erlangen |
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