Zuschauer stellten sich um 4.00 Uhr an
UDPATE 2 / Tod des 8-jährigen Fabian: Angeklagte bricht ihr Schweigen
- Angeklagte brach ihr Schweigen und verlas eine 95-seitige Erklärung.
- Foto: Bernd Wüstneck/dpa
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- Im Mordprozess um den gewaltsamen Tod des Jungen steht heute die Angeklagte im Fokus.
- Erstmals seit Prozessbeginn Ende April bricht sie ihr Schweigen.
- Das öffentliche Interesse ist enorm.
UPDATE 2
- Für die Staatsanwaltschaft ist sie die Mörderin des achtjährigen Fabian. Die Angeklagte widerspricht in ihrer ersten Äußerung diesen Vorwürfen.
Rostock (dpa) - Die im Fall Fabian wegen Mordes angeklagte Frau hat die Tatvorwürfe zurückgewiesen. Die 30-Jährige sagte in einer vor dem Landgericht Rostock verlesenen Erklärung, dass sie den Fundort des Leichnams, einen Tümpel bei Klein Upahl (Landkreis Rostock), am 13. Oktober erstmals gesehen habe. Der achtjährige Junge aus Güstrow wurde laut Staatsanwaltschaft aber bereits am 10. Oktober 2025 getötet.
- Bei einer Hausdurchsuchung im Fall des getöteten achtjährigen Fabian aus Güstrow beschlagnahmen die Ermittler einen Geländewagen. Das Fahrzeug gehört der Ex-Freundin von Fabians Vater. Neben weiteren Objekten wurde auch das Haus der Frau durchsucht.
- Foto: Philip Dulian/dpa
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Zeugen hatten im Prozess ausgesagt, dass sie die Frau am 10. Oktober mit ihrem auffälligen Pickup-Auto auf einem Feldweg in der Nähe des Fundortes gesehen hätten. Die Angeklagte sagte, sie sei zwar am Tattag in Güstrow und auch in der Nähe des Fundortes bei Klein Upahl spazieren gewesen. Hätte sie die Tat begangen, wie ihr vorgeworfen werde, wäre sie mit Sicherheit «nicht so dumm gewesen» und an Zeugen vorbeigefahren.
Sie erklärte, die Leiche am Abend des 13. Oktober gefunden zu haben, als sie mit zwei unterschiedlichen Freunden jeweils am Fundort war. Die Freunde hätten ihr aber eindringlich abgeraten, die Polizei zu rufen, sagte die 30-Jährige. Sie meldete den Fund dann erst am 14. Oktober. Laut Anklage soll die Frau Fabian am 10. Oktober 2025 an dem Teich, etwa 15 Kilometer südlich von Güstrow, erstochen und den Leichnam anschließend in Brand gesetzt haben.
- Im Mordprozesses im Fall Fabian war es der 22. Verhandlungstag.
- Foto: Jens Büttner/dpa
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Letzter Verhandlungstag voraussichtlich am 10. September
Das Motiv soll mit dem Verhältnis der Angeklagten zu Fabians Vater und dem zeitweisen Ende dieser Beziehung zusammenhängen. In dem seit dem 28. April laufenden Indizienprozess wurden bereits Dutzende Zeugen gehört und zahlreiche Gutachten vorgelegt. Als letzter Verhandlungstag ist bislang der 10. September terminiert. Dann könnte das Urteil gesprochen werden.
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Rostock (dpa) - Die im Fall Fabian wegen Mordes angeklagte Frau hat sich erstmals seit Prozessbeginn selbst vor dem Landgericht Rostock geäußert. «Es war Liebe auf den ersten Blick», sagte die 30-Jährige über das Verhältnis zum Vater des getöteten Jungen. Das Verhältnis sei zu Anfang sehr harmonisch gewesen - auch zu dem Kind Fabian. Mit dem Vater sei sie sehr schnell zusammengezogen.
Später kam es ihren Angaben nach zu Spannungen, auch weil sie nach einer ungeplanten Schwangerschaft abgetrieben habe. Obwohl die Entscheidung gemeinsam getroffen worden sei, habe sie sich später alleingelassen gefühlt und habe an Depressionen gelitten, schilderte sie ihre Gefühlslage.
Der Prozess stößt seit Beginn auf großes öffentliches Interesse. Die ersten Zuschauer stellten sich bereits gegen 4.00 Uhr in der Früh am Landgericht an, um dem Prozess zu verfolgen. Allerdings fanden bei weitem nicht alle Platz im großen Saal 2.002, wo es 100 Zuschauerplätze und 50 Medienplätze gab. Der Prozess wird seit seinem Beginn am 28. April von hohen Sicherheitsvorkehrungen begleitet. Zuschauer und Journalisten müssen durch Sicherheitsschleusen.
Die 30-jährige Frau soll Fabian laut Anklage am 10. Oktober 2025 an einem Teich bei Klein Upahl, etwa 15 Kilometer südlich von Güstrow, erstochen und den Leichnam anschließend in Brand gesetzt haben. Das Motiv soll mit dem Verhältnis der Angeklagten zu Fabians Vater und dem zeitweisen Ende dieser Beziehung zusammenhängen.
In dem Indizienprozess wurden bereits Dutzende Zeugen gehört und zahlreiche Gutachten vorgelegt. Als letzter Verhandlungstag ist bislang der 10. September terminiert. Dann könnte das Urteil gesprochen werden.
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