4,5 Mio Menschen sind in 12.000 Vereinen aktiv ++ Spitzensport wird großzügig gefördert
Landes-Sportverband will ,,Runden Tisch": Quo Vadis, Breitensport?

Günther Beckstein (CSU), ehemaliger bayerischer Ministerpräsident. Foto:
  • Günther Beckstein (CSU), ehemaliger bayerischer Ministerpräsident. Foto:
  • Foto: Andreas Gebert/dpa/Archivbild
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MÜNCHEN (dpa/lby/nf) - Der Bayerische Landes-Sportverband (BLSV) will die Zukunft des Sports im Freistaat mit der Auseinandersetzung mit drei Schwerpunktthemen vorantreiben. Wie der Verband am Freitag mitteilte, plant er dazu einen ,,Runden Tisch" unter dem Motto ,,Aufbruch Sport in Bayern". Auftakt soll im Februar sein, danach folgen Arbeitskreis-Sitzungen in den Monaten März bis Mai. Im Juni, so der Plan, sollen dann Ergebnisse präsentiert werden.

Für die Leitung des gesamten Projekts sowie des Arbeitskreises Recht konnte der ehemalige Ministerpräsident Günther Beckstein gewonnen werden. Die Leitung des Arbeitskreises Leistungssport übernimmt DOSB-Präsident Alfons Hörmann. Den Arbeitskreis Breiten-, Kinder- und Jugendsport wird die Unternehmerin und ehemalige BLSV-Geschäftsführerin Clarissa Käfer leiten.

,,4,5 Millionen Bürgerinnen und Bürger in rund 12.000 Vereinen, 56 Sportfachverbänden, sieben Bezirken und 76 Kreisen finden sich im organisierten bayerischen Sport zusammen", sagte der Präsident des BLSV, Jörg Ammon. ,,Dass unterschiedliche Interessenslagen bestehen, liegt da in der Natur der Sache. Deswegen wollen wir diesen Interessenslagen Gehör schenken, sie zusammenführen, vereinen und noch mehr in unsere Arbeit aufnehmen. Damit der bayerische Sport in Politik und Gesellschaft die Bedürfnisse seiner Mitglieder vertreten kann, ist seine Einheit essenziell. Diese Einheit wollen wir auch mit dem runden Tisch fördern."

Großzügige Förderung des Spitzensportes

Während die kleinen Sportvereine samt ihrer Trainer und Coaches in der Corona-Krise um ihre Existenz bangen, massiven Mitgliederschwund verzeichnen, die Sportstätten seit Monaten geschlossen oder nur sehr eingeschränkt nutzbar sind/waren und Meisterschaften in vielen Sportarten nicht stattfinden dürfen, schießt  Bayerns Sportminister Joachim Herrmann beispielsweise für die Rennrodel-WM 100.000 Euro zu. Er hat einen Bewilligungsbescheid an den Bob- und Schlittenverband für Deutschland e. V. (BSD)  kürzlich unterzeichnet. ,,Damit bezuschusst der Freistaat die Organisationskosten für die Rennrodel-Weltmeisterschaft, die vom 29. bis zum 31. Januar auf der Eisbahn am Königssee stattfindet."

Aufgrund der Corona-Pandemie könne das Großereignis von der Bevölkerung und den Fans leider nur an den Fernsehgeräten mitverfolgt werden. Herrmann: ,,Ich bedaure das auch ganz persönlich sehr, weil ich ursprünglich fest vorhatte, am Königssee dabei zu sein. Fernsehen kann die Atmosphäre vor Ort nicht ersetzen. Aber die spezielle Faszination des Rennrodelsports wird zumindest in fesselnden Bildern an ein breites Publikum transportiert und dann eben in den Wohnzimmern für Begeisterung und Bewunderung sorgen. Ich freue mich auf rasante und spannende Wettkämpfe und wünsche dem Bob- und Schlittenverband sowie den teilnehmenden Athletinnen und Athleten eine in jeder Hinsicht erfolgreiche Weltmeisterschaft."

Autor:

Nicole Fuchsbauer aus Nürnberg

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