Corona-Lockerung: Konzept in zwei Schritten
Ab Juli sollen wieder alle Kinder in die Kitas dürfen

Carolina Trautner, bayerische Familienministerin.
  • Carolina Trautner, bayerische Familienministerin.
  • Foto: © Peter Kneffel/dpa/Archivbild
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REGION (dpa/lby/nf) - Ab Juli sollen alle Kinder in Bayern wieder in Kindergärten und Krippen dürfen. ,,Kinder brauchen Kinder. Auch den Eltern wollen wir eine Perspektive geben. Daher steht nun die nächste Ausweitung der Notbetreuung bevor", sagte Sozial- und Familienministerin Carolina Trautner (CSU) in München.

Sofern die Corona-Infektionszahlen es zulassen, sieht das Konzept zwei Schritte vor. Ab dem 15. Juni 2020 können demnach auch Kinder, die im Schuljahr 2021/2022 schulpflichtig werden, wieder in ihre Kitas gehen. Gleiches gilt für die Kinder, die am Übergang von der Krippe zum Kindergarten stehen. Damit könnten dann rund 80 Prozent der Kinder wieder ihre Einrichtungen besuchen. Zum 1. Juli soll das dann wieder allen Kindern möglich sein.

Für die erneuten Lockerungen seien die Bedürfnisse der Kinder ausschlaggebend, hieß es weiter. Mit zunehmendem Alter der Kinder seien themenbezogene Bildungs- und Erziehungsziele wichtig und Kompetenzen mit Blick auf den Übergang in die Schule würden in den Vordergrund treten.

,,Aus pädagogischer Sicht wollen wir auch die Krippenkinder auf den Übergang in den Kindergarten vorbereiten und ihnen den Abschied von ihrer Einrichtung ermöglichen", sagte Trautner. Auch Kinder, die im selben Haushalt leben und dieselbe Einrichtung besuchen wie die zugelassenen Kinder, könnten ebenfalls wieder betreut werden. Familienministerin Trautner dankt den Beschäftigten in den Einrichtungen: „Die Corona-Pandemie macht erneut deutlich, welch tragende Säule die Kitas in unserer Gesellschaft darstellen. Die Beschäftigten leisten dort täglich wertvolle und besonders verantwortungsvolle Arbeit. Dafür danke ich ihnen ausdrücklich!“

Risikofaktoren
Das Einhalten der nötigen disziplinierten Hygieneetikette ist abhängig von der Möglichkeit zur Übernahme von (Eigen-)Verantwortung. Zumal bei Kindern jüngeren Alters bedarf es insofern einer entwicklungsangemessenen Unterstützung durch Erwachsene. Je größer die Zahl der Kinder sowie der regelmäßig vorhandenen Rückzugsmöglichkeiten in der jeweiligen Einrichtung, desto schwieriger ist es für die Aufsichtspersonen diese Unterstützung sicherzustellen. Daher kann schon räumlich eine lückenlose Überwachung nicht immer gewährleistet werden.
Damit ist die Gefahr, dass sich Infektionen innerhalb von Kindertageseinrichtungen ausbreiten, noch immer besonders hoch. Somit wäre damit zu rechnen, dass immer mehr Kinder Überträger von SARS-CoV-2 sein werden. Dies hätte die Konsequenz eines weiteren Infektionsdrucks auf die mittlere Altersgruppe (Erwerbstätige) sowie die vulnerablen, höheren Altersgruppen. Letztere gilt es nach dem derzeitigen Erkenntnisstand aber besonders zu schützen.

Kitas in Bayern 
Kindertageseinrichtungen und Tagespflege nach dem Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz
(BayKiBiG), Statistik 2018.

Tagespflegeverhältnisse: 12.962 Kinder
Krippen: 1.475 Einrichtungen, 43.038 Plätze, 37.693 Kinder
Kindergärten: 5.059 Einrichtungen, 350.400 Plätze, 301.928 Kinder
Kinderhorte: 916 Einrichtungen, 59.943 Plätze, 52.304 Kinder
Netze für Kinder: 67 Einrichtungen, 1.462 Plätze, 1.436 Kinder
Häuser für Kinder: 2.062 Einrichtungen, 183.686 Plätze, 159.851 Kinder

Quelle: www.stmas.bayern.de

Autor:

Nicole Fuchsbauer aus Nürnberg

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