Dokumentationszentrum sucht Bücher von Albert Speer

Für die kommende Sonderausstellung zu Albert Speer bittet das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände um die Spende von Büchern des Architekten und NS-Rüstungsministers. Die Bücher können direkt an der Infotheke des Dokumentationszentrums, Bayernstraße 110, abgegeben werden.
  • Für die kommende Sonderausstellung zu Albert Speer bittet das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände um die Spende von Büchern des Architekten und NS-Rüstungsministers. Die Bücher können direkt an der Infotheke des Dokumentationszentrums, Bayernstraße 110, abgegeben werden.
  • Foto: Bundesarchiv, Bild 146II-277 / Binder / CC-BY-SA 3.0
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NÜRNBERG/REGION (pm/nf) - Für die kommende Sonderausstellung zu Albert Speer bittet das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände um die Spende von Büchern des Architekten und NS-Rüstungsministers. Die Bücher können direkt an der Infotheke des Dokumentationszentrums, Bayernstraße 110, abgegeben werden.

Die Sonderausstellung „Albert Speer in der BRD. Vom Umgang mit deutscher Vergangenheit“ ist von 28. April bis 26. November 2017 im Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände zu sehen und lässt die Speer-Legende und damit auch den Umgang der Deutschen mit ihrer Vergangenheit sichtbar werden. Eine Installation soll die massenhafte Verbreitung von Speers Büchern verdeutlichen. Da die „Erinnerungen“ und die „Spandauer Tagebücher“ Speers Rolle im „Dritten Reich“ völlig falsch darstellen, ist dies möglicherweise eine gute Gelegenheit, Platz im heimischen Bücherregal zu schaffen.

Speer war in der NS-Zeit als erster Architekt des Reiches für Großprojekte, darunter das Reichsparteitagsgelände in Nürnberg und die Umgestaltung Berlins, verantwortlich. Er zählte zu Hitlers engsten Vertrauten und wurde 1942 Rüstungsminister. 1946 verurteilten ihn die Alliierten im Nürnberger Prozess zu 20 Jahren Haft.

Nach seiner Entlassung 1966 begann Speers zweite „Karriere“ als scheinbar geläuterter Zeitzeuge des Nationalsozialismus. Durch zahlreiche Interviews und Publikationen konnte er seine bei Kriegsende entworfene und weiter ausformulierte Legende in die Öffentlichkeit tragen: Er hätte von den NS-Verbrechen nichts gewusst und sei, von der Aura Hitlers verführt, in Krieg und Judenmord unbeteiligt hineingeraten. Seine Bücher „Erinnerungen“ und „Spandauer Tagebücher“ wurden zu Bestsellern.

Autor:

Redaktion MarktSpiegel aus Nürnberg

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