Nürnberg erhält Zuschlag für Digitales Gründerzentrum

NÜRNBERG (pm/nf) - Nürnberg soll Standort für ein Digitales Gründerzentrum Mittelfranken im Zuge der Strategie „Bayern Digital“ des Freistaats werden. Dies hat die Bayerische Staatsregierung in ihrer Kabinettsitzung gestern, 28. Juni 2016, beschlossen.

Das unter Federführung der Friedrich Alexander-Universität Erlangen Nürnberg gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und der Stadt Nürnberg erarbeitete Konzept für das Digitale Gründerzentrum Mittelfranken hatte zuvor in einem Wettbewerbsverfahren des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie durch eine unabhängige Jury grünes Licht erhalten. Als nächster Schritt ist bis Ende September 2016 ein Förderantrag bei der Regierung von Mittelfranken einzureichen.

Nürnbergs Wirtschaftsreferent Dr. Michael Fraas: „Mit der heutigen Entscheidung der Bayerischen Staatsregierung wurde ein wesentlicher Schritt getan, ein Digitales Gründerzentrum internationalen Zuschnitts nach Nürnberg zu holen. Das gemeinsam von den Partnern erarbeitete Konzept ist bestens geeignet, den Wirtschaftsstandort im gesamten Großraum Nürnberg zu stärken und auszubauen. Konzipiert ist ein global wettbewerbsfähiges Digitales Gründerzentrum Mittelfranken, das herausragende Talente aus Wissenschaft und Wirtschaft findet, fördert und die Standortvorteile der Spitzenforschung gezielt nutzt und verbindet. Die bereits bestehende Gründerinitiative Startup.Digital.Nürnberg des Wirtschaftsreferats der Stadt Nürnberg und das künftige Digitale Gründerzentrum Mittelfranken ergänzen sich und schaffen gemeinsam die notwendigen Kapazitäten zur digitalen Gründerförderung im Großraum Nürnberg.“

Der Freistaat Bayern fördert im Rahmen seiner Strategie „Bayern Digital“ mit dem Förderprogramm Gründerzentren, Netzwerkaktivitäten und Unternehmensneugründungen im digitalen Bereich in Höhe von 80 Millionen Euro. Ziel des Förderprogramms ist, einen neuen Typ Gründerzentrum zu schaffen, in dem durch Kooperationen mit Hochschule und Wirtschaft sowie nachhaltiger Unterstützung der Kommunen digitale Gründungen gefördert werden. Es sollen nicht nur Räumlichkeiten, sondern auch Beratung, Coaching und Kontaktanbahnung angeboten werden. Die Vernetzung von relevanten Akteuren, wie den Hochschulen, Unternehmen, Kommunen und Beratungseinrichtungen sollen die Chancen für junge Startups von Anfang an verbessern. Vorteil für etablierte Unternehmen soll sein, dass sie eigene Projekte vorantreiben und Trends frühzeitig erkennen und aufnehmen können.

Insgesamt wurde folgenden Antragstellern und Standorten der Zuschlag zur Einreichung des Förderantrags erteilt: Niederbayern (Gesamtantrag des Regierungsbezirkes mit Passau, Landshut und Deggendorf), Regensburg zusammen mit Amberg und Weiden (Oberpfalz), Nürnberg (Mittelfranken), Würzburg zusammen mit Schweinfurt und Bad Kissingen (Unterfranken), Schwaben (Gesamtantrag des Regierungsbezirkes mit Augsburg und Kempten), Ingolstadt (Oberbayern), Rosenheim (Oberbayern), Bamberg (Oberfranken), Hof (Oberfranken). Die Antragsteller haben nun bis Ende September Zeit, den Förderantrag bei der zuständigen Bezirksregierung zu stellen. Die ersten Aktivitäten sollen möglichst frühzeitig nach der Bewilligung des Förderantrags Ende des Jahres 2016 beginnen.

Außerdem sprach sich die Staatsregierung dafür aus, Gründerzentren auch in Cham (Oberpfalz), Westmittelfranken und am Bayerischen Untermain (Unterfranken) zu realisieren.

Autor:

Redaktion MarktSpiegel aus Nürnberg

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