Sparda-Bank-Talk über die Zukunft der Mobilität

Markus Lehnemann (Vorstandsmitglied der Sparda-Bank Nürnberg), Prof. Dr. Stephan Rammler (Professor für Transportation Design & Social Sciences), Stefan Schindler (Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank Nürnberg, v.l.).
  • Markus Lehnemann (Vorstandsmitglied der Sparda-Bank Nürnberg), Prof. Dr. Stephan Rammler (Professor für Transportation Design & Social Sciences), Stefan Schindler (Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank Nürnberg, v.l.).
  • Foto: Sparda-Bank Nürnberg eG
  • hochgeladen von Nicole Fuchsbauer

Prof. Dr. Stephan Rammler referiert über nachhaltige Verkehrskonzepte – „Mobilitätswelt muss neu erfunden werden“ – Sparda-Bank Nürnberg eG setzt auf Innovationskraft der Gemeinschaft

NÜRNBERG (pm/nf) -  Das emotionale Verhältnis der Deutschen zum Auto ist bekanntermaßen sehr eng. Fest steht aber auch, dass sich dieses Verhältnis in Zeiten von Klimawandel, verstopften Straßen und Dieselskandal nachhaltig verändern wird. Die entscheidende Frage lautet: Wie werden wir uns in Zukunft bewegen?

Prof. Dr. Stephan Rammler, Professor für Transportation Design & Social Sciences an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig und Träger des ZEIT WISSEN Nachhaltigkeitspreises, arbeitet in der Mobilitäts- und Zukunftsforschung und beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit der Rolle des Autos in unserer Gesellschaft. Seine These: Wir müssen uns von der Mobilität, wie wir sie kennen, verabschieden. Seine Forderung: Eine „Schubumkehr“.

Auf Einladung der Sparda-Bank Nürnberg eG ist er nun nach Nürnberg gekommen, um beim zehnten Presselunch der Bank den „Verkehr der Zukunft“ zu skizzieren. Für Rammler steht fest: „Eine nachhaltige Mobilität kann es nur dann geben, wenn Politik, Automobilkonzerne und Verbraucher an einem Strang ziehen und gemeinsam die Mobilitätswelt neu erfinden.“ Die Monokultur der Mobilität hat ausgedient.
In der Zukunftsvision von Prof. Dr. Rammler spielt der Pkw nur noch eine Nebenrolle. Viel wichtiger sei ein integriertes und intelligent vernetztes System aus Mikromobilität (E-Skater, Fahrräder, etc.), Carsharing und den klassischen Massentransportmitteln. Bereits heute unterlägen die Kerndimensionen der Automobilitätskultur laut Rammler einem radikalen Wandel: Den Privatbesitz des Autos, den Verbrennungsmotor sowie das eigene Steuern eines Fahrzeugs werde es in Zukunft nicht mehr geben. Das Problem dabei: Weder die Politik noch die Automobilindustrie in Deutschland reagieren auf diese Entwicklung und erarbeiten intelligente Lösungen und Konzepte – während zum Beispiel in China und im Silicon Valley bereits intensiv und erfolgreich nachhaltige Verkehrsmodelle entwickelt und umgesetzt werden. Rammler: „Wir haben eine Monokultur der Mobilität geschaffen, die weder zukunftsfähig noch nachhaltig ist.“

Hintergrund
Bei der Sparda-Bank Nürnberg spielen Themen wie Umwelt- und Klimaschutz bereits seit vielen Jahren eine große Rolle. So fördert sie jedes Jahr über ihren interaktiven Wettbewerb „Sparda macht’s möglich“ zahlreiche Projekte in ganz Nordbayern, die junge Menschen zu gemeinschaftlichem Engagement und nachhaltigem Handeln inspirieren sollen. Laut dem Vorstandsvorsitzenden Stefan Schindler möchte die Bank künftig auch verstärkt umweltfreundliche Mobilitätskonzepte unterstützen: „Die Frage, wie eine nachhaltige Zukunft aussehen kann, geht uns alle etwas an. Wir sind davon überzeugt, dass wir mit der Innovationskraft der Gemeinschaft eine Menge erreichen können und möchten daher kreativen Konzepten zur Umsetzung verhelfen.“ Auch zum gesellschaftlichen Diskurs regt die Genossenschaftsbank mit Veranstaltungsformaten wie dem Presselunch an: Bereits zum zehnten Mal hat das Finanzinstitut Journalisten aus der Metropolregion zum Impulsvortrag eingeladen. Zu den Referenten der vergangenen Jahre zählen der damalige Bundesfinanzminister Peer Steinbrück, Wissenschaftsmoderator Dirk Steffens sowie der Blogger und Buchautor Sascha Lobo.

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