Offensive Sichere Bahnhöfe
Verstärkte Polizeipräsenz, Drogenspürhunde und Videoüberwachung
- Über die aktuellen Entwicklungen und künftige Maßnahmen zur Sicherheit im und um den Nürnberger Hauptbahnhof haben am Nelson-Mandela Platz (v. l.) der Staatssekretär im Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration, Sandro Kirchner, Helen Townson, Leitende Polizeidirektorin und Leiterin der Bundespolizeidirektion Nürnberg, Petra Strohbach, Generalstaatsanwältin in Nürnberg, und Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König, informiert.
- Foto: Stadt Nürnberg/Christine Dierenbach)
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NÜRNBERG (pm/nf) - Um die Kriminalität im Umfeld großer Hauptbahnhöfe in ganz Bayern noch entschlossener zu bekämpfen, hat die Bayerische Staatsregierung bereits Ende Oktober 2024 die Offensive "Sichere Bahnhöfe in Bayern" gestartet.
Bayerns Innenstaatssekretär Sandro Kirchner hat sich gemeinsam mit Oberbürgermeister Marcus König am Nürnberger Hauptbahnhof ein Bild von der aktuellen Lage gemacht und über die Umsetzung der Offensive informiert. "Mit einem umfassenden Maßnahmenbündel setzen wir alles daran, die Bahnhöfe in Bayern noch sicherer und damit zugleich attraktiver zu machen", betonte Kirchner.
Kirchner erläuterte, dass die Offensive "Sichere Bahnhöfe" in die bayernweite Arbeitsgruppe "Bayern. 360° Sicherheit." eingebettet ist, die federführend beim Polizeipräsidium Mittelfranken angesiedelt ist. Konkret setze man auf gemeinsame Fußstreifen mit der Bundespolizei sowie auf regelmäßige sogenannte Konzept- und Unterstützungseinsätze unter Beteiligung geschlossener Einheiten der Bereitschaftspolizei. "
„Nürnberg ist in Sachen Sicherheit die Nummer 2 unter den bundesdeutschen Großstädten mit über 200 000 Einwohnerinnen und Einwohnern“, sagt OB Marcus König und verweist auf die polizeiliche Kriminalitätsstatistik. Bausteine sind für ihn die Sicherheit und das Sicherheitsgefühl im und um den Nürnberger Hauptbahnhof. Der Hauptbahnhof ist das Tor zur Stadt mit allein über 130.000 Pendlern täglich. Viele Nürnberger passieren den Hauptbahnhof auch auf dem Weg in die Süd- beziehungsweise in die Altstadt.
„Im und um den Hauptbahnhof ist es im Vergleich zu den vorangegangenen Jahren wieder deutlich sicherer geworden“, betonte das Nürnberger Stadtoberhaupt. Er habe das Thema in den vergangenen Jahren zur Chefsache gemacht. Das gehe aber nicht allein, so König. „Gemeinsam mit den städtischen Sicherheitsbehörden sowie der Landes- und Bundespolizei und mit der Justiz haben wir ein Bündel an Maßnahmen ergriffen, um die Lage vor Ort zu verbessern.“
- Drogenspürhund der Polizei. Archivbild.
- Foto: © benjaminnolte/stock.adobe.com
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Darüber hinaus kommen speziell ausgebildete Diensthunde der Bayerischen Polizei zum Einsatz, um etwa das Bahnhofsumfeld gezielt nach Drogenverstecken abzusuchen", so Kirchner. In enger Zusammenarbeit mit der Stadt prüfe die Polizei zudem, ob die Ausweisung von Alkohol-, Cannabis- und Waffenverbotszonen sinnvoll ist.
"Im April 2025 wurde in Nürnberg zusätzlich zur bestehenden Alkoholverbotszone eine Waffen- und Messerverbotszone rund um den Hauptbahnhof erlassen. Bereits seit Dezember vergangenen Jahres gilt außerdem ein Konsum- und Mitführverbot für Cannabis", erklärte der Staatssekretär.
Ein weiterer zentraler Schwerpunkt sei der konsequente Ausbau der polizeilichen Videoüberwachung an bekannten Brennpunkten. Kirchner: "Die mobile Videoüberwachung am Nelson-Mandela-Platz wurde im Juli 2025 um zwei weitere Kameras im Celtispark erweitert. Die Videoüberwachung der Bayerischen Polizei ergänzt dabei die Videomaßnahmen der Bundespolizei, die im Bahnhofsgebäude und in den Bahnanlagen zuständig ist. Unser Ziel ist ein intensiver, gegenseitiger Live-Austausch der Bildaufnahmen. Die dafür notwendigen rechtlichen Voraussetzungen werden wir zeitnah schaffen."
Dass die Maßnahmen Wirkung zeigen, belegt die positive Entwicklung der Kriminalitätslage insbesondere im nördlichen Bahnhofsbereich und die fast vollständige Zurückdrängung der Kriminalität im Celtispark. "In Nürnberg ist der enge Schulterschluss aller relevanten Akteure der Schlüssel zum Erfolg. Bereits früh haben sich Bayerische Polizei und Bundespolizei gemeinsam mit der Justiz, der Deutschen Bahn und insbesondere der Stadt organisiert und tragfähige Lösungen entwickelt." Diesen Weg werde man konsequent weitergehen, um eine positive Entwicklung im gesamten Bahnhofsumfeld weiter voranzutreiben.
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