Immobilienpreise in Nürnberg in knapp 15 Jahren um das Doppelte gestiegen
Sparda-Studie: Kaufen lohnt mehr als mieten in Nürnberg

Laut Sparda-Studie investieren Eigentümer in Nürnberg das 8,5-fache ihres Haushaltsjahreseinkommens für den Immobilienkauf.
  • Laut Sparda-Studie investieren Eigentümer in Nürnberg das 8,5-fache ihres Haushaltsjahreseinkommens für den Immobilienkauf.
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  • hochgeladen von Nicole Fuchsbauer

NÜRNBERG – In Nürnberg gibt es seit Jahren einen anhaltenden Bauboom. Die Frankenmetropole ist bei Immobilienkäufern beliebt, gleichzeitig ist das Angebot an Wohnimmobilien knapp. Lohnt sich der Kauf von Wohneigentum in Nürnberg und den angrenzenden Städten und Landkreisen noch? Wo bekommt man wie viel für sein Geld? Und wie haben sich die Immobilienpreise in den letzten Jahren tatsächlich entwickelt?

Antworten für die Region gibt die aktuelle Studie „Wohnen in Deutschland 2019“ der Sparda-Bank Nürnberg eG. Stefan Schindler, der Vorstandsvorsitzende der Bank, fasst das überraschende Ergebnis zusammen: „Kaufen ist in Nürnberg trotz des Anstiegs der Immobilienpreise weiterhin langfristig günstiger als Mieten. Der Wunsch nach den eigenen vier Wänden ist also nach wie vor realisierbar und ein attraktiver Ansatz für die Altersvorsorge.“

Die Kernergebnisse der Studie für die Stadt Nürnberg zusammengefasst:

- Im Durchschnitt investieren Eigentümer in Nürnberg das 8,5-fache ihres Haushaltsjahreseinkommens für den Immobilienkauf. Dies liegt über dem deutschlandweiten Schnitt von 5,6.
- Für die Investitionssumme von 264.000 Euro erhalten Nürnberger Interessenten 
im Durchschnitt 77 Quadratmeter. (Deutschlandweit: 111 Quadratmeter)
- Demnach liegt der Quadratmeterpreis von 3.424 Euro in Nürnberg deutlich über dem deutschlandweiten Schnitt von 2.379 Euro/Quadratmeter (Bayernweit: 3.408 Euro / Quadratmeter).
- Der Kostenvorteil des Kaufens gegenüber dem Mieten liegt bei rund 32 Prozent im deutschlandweiten Trend (Bayernweit: 25 Prozent).

Immobilienpreise mehr als verdoppelt

Laut Studie beträgt der Preisanstieg für Wohnimmobilien seit 2005 in Bayern durchschnittlich 78 Prozent. Die bundesweite Entwicklung im selben Zeitraum liegt mit 54 Prozent niedriger. Spitzenreiter in Nordbayern ist Erlangen (101 Prozent), gefolgt von Nürnberg (97 Prozent) und Fürth (90 Prozent). Dies hat zur Folge, dass Käufer für den bundesdeutschen durchschnittlichen Kaufpreis einer Immobilie in Höhe von 264.000 Euro in der Stadt Erlangen nur 64 Quadratmeter Wohnfläche erhalten, in der Stadt Nürnberg 77 Quadratmeter und in der Stadt Fürth 84 Quadratmeter. Deutlich positiver ist das Verhältnis außerhalb der fränkischen Metropolen: Unter anderem im Landkreis Nürnberger Land (116 Quadratmeter), im Landkreis Fürth (95 Quadratmeter) und im Landkreis Erlangen-Höchstadt (94 Quadratmeter). Zum Vergleich: Im Bundesschnitt erhalten Käufer für das gleiche Geld 111 Quadratmeter, in Bayern jedoch nur 77 Quadratmeter.

In Nürnberg: Das 8,5-fache des Jahreseinkommens für den Immobilienkauf

Die Preisdynamik wirkt sich auch auf das Verhältnis des Kaufpreises zum Jahreseinkommen aus: In der Stadt Nürnberg muss man für den Erwerb einer Immobilie im Durchschnitt das 8,5-fache des Haushaltsjahresnettoeinkommens für den Immobilienkauf aufwenden. In der Stadt Fürth liegt dieser Wert bei 7,0, in Erlangen bei 8,2. Der höhere Quadratmeterpreis in Erlangen relativiert sich im Verhältnis zum höheren Einkommen. „Eine Überhitzung des Marktes sehen wir trotz der gestiegenen Immobilienpreise nicht“, erläutert Stefan Schindler und ergänzt: „Neben dem Kostenvorteil gegenüber der Miete ist die Wertstabilität der Immobilien gegeben.“

Die eigenen vier Wände machen glücklicher

Für den Traum vom Eigenheim sind die potentiellen Käufer bereit, in anderen Lebensbereichen kürzer zu treten oder auch weiter zum Arbeitsplatz zu pendeln, wie die Studie zeigt: 40 Prozent der Befragten in Deutschland planen in diesem Zusammenhang sich sehr stark oder stark einzuschränken. Auch die Bereitschaft, bis zu 30 km zwischen Wohnort und Arbeitsplatz zu pendeln, ist weiter von 67 Prozent in 2017 auf 78 Prozent in 2019 gestiegen. Drei Viertel der Befragten sehen das eigene Heim als wichtigen Beitrag für ihre Altersvorsorge. 60 Prozent sind sich sicher, dass Kaufen am Ende günstiger ist als Mieten. „Abseits der finanziellen Sicht – Menschen, die sich ihren Traum vom eigenen Heim verwirklich haben, sind laut Studie doppelt so glücklich wie Mieter“, schließt Stefan Schindler die Ergebnisse der Sparda-Studie ab.

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