Mit PiA gegen Fachkräftemangel
Ausbildungsoffensive und Kennenlerntag

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Sozial- und Pflegeberufe und der Fachkräftemangel - Dauerthema in den Medien, bei Arbeitgebern und in der Politik. Die Lebenshilfe Nürnberger Land setzt mit einer Ausbildungsoffensive dagegen. Jetzt war Austausch beim Kennenlerntag für vier Azubis.

EINIG ÜBER RICHTIGE ENTSCHEIDUNG

„Ich bin überzeugt, dass ich mich richtig entschieden habe. Mir ist eine sinnstiftende Arbeit wichtig. Eine Tätigkeit für und mit Menschen“, erzählt die 18jährige Sina Schiffer beim Azubi-Kennenlerntag der Lebenshilfe Nürnberger Land in Lauf-Schönberg.

Lisa-Marie Bach, Nicole Treiterer und Maria Salvato nicken zustimmend. Neben der kaufmännischen Ausbildung im Büromanagement setzt die Lebenshilfe Nürnberger Land künftig auf die neue Praxisintegrierte Ausbildung für ErzieherInnen, kurz PiA.„Eine Premiere für uns“, sagt Geschäftsführer Dennis Kummarnitzky und Teil der Ausbildungsoffensive, mit der die Lebenshilfe Nürnberger Land dem Fachkräftemangel nun aktiv begegnet.

WERTSCHÄTZUNG VON ANFANG AN

Offiziell starten die vier angehende Lebenshelferinnen ihre Ausbildung am 1. September. Ein Termin, der erfahrungsgemäß – ob bevorstehender Schulstart, Beginn des neuen Kita-Jahres oder auch urlaubsbedingt, wenig Zeit zum Kennenlernen zulässt. Doch genau dieser Punkt ist Geschäftsführer Dennis Kummarnitzky wichtig:„Mit Eurer Ausbildung beginnt ein neuer Lern- und Lebensabschnitt, den wir mit Euch zusammen aktiv, positiv und wertschätzend, mit Zeit füreinander, heute starten. Schön, dass Ihr hier seid.“

So sehen das auch Katrin Tischner, Leiterin der Inklusiven Kita Rollhofen, Silke Dilles, Leiterin der Heilpädagogischen Tagesstätte (HPT), Hanne Hauck, Fachbereichsleiterin Wohnen und Senioren und Stellvertreter Andreas Dietel sowie Personalleiter Ingo Sperber und Personalassistentin Petra Spindler.

AUSBILDUNG, ÜBERNAHME UND KARRIERE

Ob im Kaufmännischen, in Pflege- oder im Erzieherberufen – auch im Nürnberger Land fehlen Fachkräfte und Fachkräftenachwuchs. Im Rahmen ihrer Ausbildungsoffensive setzt die Lebenshilfe Nürnberger Land jetzt dagegen. „Damit bilden wir unseren Nachwuchs im Rahmen eines attraktiven Modells zu echten Experten für inklusive Einrichtungen aus und können anschließend allen einen unbefristeten Vertrag und weitere Karrieremöglichkeiten anbieten“, sagt Personalchef Ingo Sperber.

3 STATT 5 JAHRE: "PIA" KOMMT AN!

Der Unterschied zur bisherigen Ausbildung für Erzieher besteht in der engeren Verknüpfung von Praxis und Theorie sowie der Vergütung bereits ab dem ersten Ausbildungsjahr.

Das PiA-Modell ist deshalb für die 24jährige Nicole Treiterer top.

Zuvor waren nach einem Einführungsjahr zwei Jahre schulische Ausbildung und ein Anerkennungsjahr Standard – bei PiA werden nun Schulausbildung und der Ausbildungsplatz in einer sozialen Einrichtung drei Jahre lang kombiniert.

„Eine Woche Berufsschule und dann eine Woche Praxis, darauf freue ich mich.“ Was sie in der Praxis erwartet, weiß die 24jährige schon. Seit März ist sie als sogenannte Pflegeunterstützungskraft im Wohnheim am Haberloh tätig. Inspiriert für diesen Beruf wurde sie von ihrer Mutter, die ebenfalls Teil der Lebenshilfe-Familie ist. „Es spricht doch für die Lebenshilfe und die sinnstiftende Arbeit, dass Frau Treiterer sich nun für eine Ausbildung entschieden hat“, freut sich Hanne Hauck.

PRAXISNAH: "PIA" HAT ZUKUNFT!

Auch die 22jährige Lisa-Marie Bach, die ihr erstes Praxisjahr in der Schule/HPT beginnt, bringt schon Berufserfahrung mit. Sie ist ausgebildete Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin. Erzieherin ist ihr Traumjob. Inklusion ist ihr nicht fremd, besuchte selbst eine Integrative Kita und Grundschule. Kein Muss, aber doch gute Voraussetzungen für den Beruf. Das PIA-Modell entpuppt sich vor allem auch für die Einrichtungsleitungen als Glücksgriff.

„Das ist unsere Zukunft“,
meint Silke Dilles, Leiterin der HPT. „PIA gibt uns als Einrichtung Planungssicherheit und gerne auch darüber hinaus und das PIA-Model ist praxisnah, der Unterrichtsstoff leichter nachvollziehbar.“

KAUFMÄNNISCHER AUSBILDUNGSPLATZ 

Mit der kaufmännischen Auszubildenden imBüromanagement erfüllt sich für Personalleiter Ingo Sperber ein Wunsch.Fachkräfte fehlten auch in diesem Bereich, so dass sich die Lebenshilfe Nürnberger Land entschlossen hat, seit langem wieder einen Ausbildungsplatz als Kauffrau/Kaufmann für Büromanagement anzubieten.

Diesen Ausbildungsplatz sicherte sich Maria Salvato, welche ab 01.09.2023 die Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement begonnen hat. In den nächsten drei Jahren wird sie alle Abteilungen der Hauptverwaltung, von der allgemeinen Verwaltung über Assistenzaufgaben im Geschäftsführerbüro und Personalabteilung oder die Buchhaltung, durchlaufen, aber auch in weiteren Einrichtungen der Lebenshilfe hospitieren.

Foto 1: Premiere bei der Lebenshilfe Nürnberger Land: Am 1.9. starteten (rechts im Foto) Lisa-Marie Bach, Nicole Treiterer, Sina Schiffer und Maria Salvato ihre Ausbildung als Erzieherinnen und im Büromanagement, hier beim Kennenlerntermin mit Geschäftsführer, Personal- und Einrichtungsleiter.

Autor:

Sabine Schreier aus Bayern

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