Konzept zur Haushaltssanierung
Erlangens schwerer Weg

Erlanger Rathaus. | Foto: © Uwe Müller
  • Erlanger Rathaus.
  • Foto: © Uwe Müller
  • hochgeladen von Uwe Müller

ERLANGEN (pm/mue) - Der Erlanger Stadtrat hat ein umfassendes Konsolidierungskonzept verabschiedet. Ziel ist es, die dauerhafte Leistungsfähigkeit der Stadt in einer schwierigen Haushaltssituation zu sichern.

Entsprechend den Vorgaben der Regierung von Mittelfranken als zuständiger Aufsichtsbehörde stehen zehn Prüffelder im Zentrum des Konzepts. Dazu gehören unter anderem die Überprüfung städtischer Aufgaben und Organisation, die Betrachtung von Steuerhebesätzen sowie eine weitere Anpassung der Haushaltsplanung und der Nutzung städtischer Vermögenswerte. Das Konzept, so wurde aus dem Rathaus mitgeteilt, bündelt bereits seit Sommer 2024 umgesetzte Maßnahmen zur Ausgabenkürzung und zeigt des Weiteren ein zusätzliches Einspar- und Einnahmepotenzial im städtischen Ergebnishaushalt in Höhe von 57,6 Millionen Euro bis zum Jahr 2028 auf.

Erhebliche Einbußen durch Rückzahlungen

Die finanzielle Situation der Kommunen in Bayern, so heißt es weiter, bleibt herausfordernd: Deutlich gestiegene Ausgaben im Sozial- und Personalbereich sowie hohe Baupreise erschweren die Erstellung genehmigungsfähiger Haushalte. In Erlangen verschärfen insbesondere rückläufige Gewerbesteuereinnahmen die Situation. Für das Jahr 2024 rechnete die Stadt ursprünglich mit Einnahmen von 220 Millionen Euro – tatsächlich betrugen sie aufgrund erheblicher Rückzahlungen jedoch nur 71 Millionen Euro. Auch für dieses Jahr erwartet die Kämmerei ein deutlich niedrigeres Aufkommen als zunächst prognostiziert.

Der Haushaltsentwurf für 2025 wurde im September erneut überarbeitet: Weitere Kürzungen in Höhe von 9 Millionen Euro bei Sachmitteln sowie 1,7 Millionen Euro bei Investitionen wurden vorgenommen. Seit Oktober 2024 gilt in der Stadtverwaltung zudem eine sechsmonatige Wiederbesetzungssperre. Frei werdende Stellen bleiben somit vorerst unbesetzt – eine Maßnahme, die jährlich rund 7,5 Millionen Euro einspart. Neue Stellen werden derzeit nur in zwingend erforderlichen Bereichen wie Bildung und Betreuung geschaffen. Das nun beschlossene Konzept sieht für den Zeitraum bis 2028 weitere Konsolidierungsmöglichkeiten in Höhe von 57,6 Millionen Euro vor. Es wird nun der Regierung von Mittelfranken zur Prüfung vorgelegt. Als zuständige Rechtsaufsichtsbehörde beurteilt diese, ob das Konzept genügt, um insbesondere vor dem Hintergrund der massiven Liquiditätsprobleme die Wiederherstellung einer geordneten Haushaltswirtschaft und die dauernde Leistungsfähigkeit sicherzustellen.

Das ganze Konzept ist abrufbar unter:
www.erlangen.de/haushalt

Autor:

Uwe Müller aus Nürnberg

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

13 folgen diesem Profil

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.