TSV Hannover bricht Erlangen das Herz
Siegtreffer in allerletzter Sekunde
- Die Schlussphase war ein richtiger Handball-Krimi, den der HC Erlangen (schwarzes Trikots) mit dem Schlusspfiff verlor (#JockiFoto)
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Erlangen (hjk) - Das war ein verrückter Handball-Auftakt zu Beginn der Rückrunde. Der HC Erlangen lieferte sich in der PSD Bank Nürnberg ARENA einen absoluten Nervenkrieg gegen den TSV Hannover-Burgdorf und verlor am Ende mit 29:30. Trotz tatkräftigem Support von Innenminister und "Edelfan" Joachim Herrmann, der die vollen 60 Minuten seine Klatschpappe und Hände eifrig malträtierte, erlebten die Franken eine hauchdünne Niederlage in der letzten Sekunde.
Es wurde ein enges Match
Die 5.073 Zuschauer sahen von der ersten Minute an einen Kampf auf Biegen und Brechen. Zwar gingen die Gäste aus Hannover erst in Führung, doch dann kam der HCE-Express ins Rollen. Angeführt von einer bärenstarken Abwehr und einem bestens aufgelegten HCE-Torwart Khalifa Ghedbane zog der bayerische Bundesligist zwischenzeitlich sogar auf zwei Tore davon (9:7). Doch Dank der beiden Topspieler und EM-Silbermedaillengewinner Renārs Uščins und Justus Fischer bissen sich die Niedersachsen zurück. Für die Franken frustrierend ging es mit einem unglücklichen 11:12-Rückstand nach ersten 30 Minuten in die Kabine.
Die ARENA kocht
Nach dem Seitenwechsel zogen die Gäste kurzzeitig davon, doch der HC Erlangen zeigte sein kämpferisches Herz. Als Sander Overjordet eine Viertelstunde vor Schluss zum 22:22-Ausgleich für die Erlanger einnetzte, schien die ARENA förmlich zu explodieren.
Die Stimmung wankte nun zwischen Euphorie und Unverständnis, ob der ein oder anderen Schiedsrichterentscheidung - regelmäßig drangen gellende Pfiffe durch die Reihen und begleiteten eine fahrige, ruppige Spielphase.
Hektik vor dem Schlusspfiff
Die Schlussphase war ein wahrhaftiger Handball-Krimi und in Sachen Spannung kaum zu überbieten. Der HCE kämpfte sich immer wieder zurück, kurz vor Schluss lieferte Maciej Gebala den HCE-Fans das 28:28. Es blieb weiter hektisch und die Ereignisse überschlugen sich. Sekunden vor Schluss stand es 29:29 und das hätte der verdiente Schlusspunkt sein können. Alle blickten gespannt zur Anzeigentafel und es kam dann ganz anders.
Mit der Sirene: Tor!
Mit der allerletzten Sekunde, begleitet von der schrillen Sirene, traf Hannovers Marian Michalczik zum bitteren 29:30-Endstand. Für den HC Erlangen und die vielen Fans der absolute Schock.
Trotzdem haben die Erlanger großen Kampfgeist bewiesen und wollen am kommenden Sonntag, beim nächsten Auswärtsspiel gegen den TBV Lemgo wieder Vollgas geben.
Weitere Infos zum Erlanger Handball: https://www.hc-erlangen.de/aktuelles.html
Autor:Jocki Krieg aus Erlangen |
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