Bundeswehr plant Ausbau
Neue Musterungszentren entstehen auch im Freistaat
- Die Bundeswehr erweitert Musterungszentren. (Symbolbild)
- Foto: Julian Stratenschulte/dpa
- hochgeladen von Arthur Kreklau
München (dpa/lby/ak) – Die Bundeswehr treibt die Rückkehr umfassender Musterungen voran und hat nun festgelegt, wo die dafür vorgesehenen 24 Zentren entstehen sollen. Ab Mitte 2027 sollen dort junge Menschen auf ihre körperliche, psychische und intellektuelle Eignung geprüft werden. Das Verteidigungsministerium spricht von einem flächendeckenden und effizienten Verfahren, das mit dem neuen Wehrdienst-Modernisierungsgesetz verknüpft ist.
Ein Großteil der Zentren wird an bereits bestehenden Bundeswehrstandorten eingerichtet, allerdings außerhalb der militärischen Liegenschaften. In Bayern betrifft das Nürnberg. Weitere Standorte sind unter anderem Bonn, Dresden, Hamburg, Kassel, Kiel, Koblenz, Leipzig, Magdeburg, Neubrandenburg, Oldenburg, Potsdam, Saarlouis, Schwerin, Ulm und Wiesbaden.
Zusätzlich entstehen acht neue Zentren, drei davon im Freistaat: Kempten, Regensburg und Würzburg. Vor allem in Würzburg sorgte die Entscheidung für positive Reaktionen. Die CSU-Bundestagsabgeordnete Hülya Düber sprach von einem starken Signal für die Region und einem Gewinn für die lokale Präsenz der Bundeswehr. Auch ihr Regensburger Parteikollege Peter Aumer sieht darin einen wichtigen Beitrag zur personellen Stärkung der Streitkräfte und zur Verteidigungsfähigkeit des Landes.
Weitere neue Standorte sind Offenburg, Bielefeld, Braunschweig, Dortmund und Jena. Das erste Zentrum soll nach Angaben des Ministeriums noch in diesem Jahr den Betrieb aufnehmen.
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