Bürgertelefon wird eingestellt
UPDATE7: Feuer im Großkraftwerk in Gebersdorf - erste Ergebnisse der Kripo

Rauchwolken stehen über dem Kraftwerk.
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  • Rauchwolken stehen über dem Kraftwerk.
  • Foto: Bauernfeind/NEWS5/dpa
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Die Stadt Nürnberg hat den nach dem Brand des Großkraftwerks Franken in Gebersdorf am vergangenen Dienstagmorgen, 9. Februar 2021, ausgerufenen Katastrophenfall am heutigen Donnerstag, 11. Februar, aufgehoben.
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UPDATE: 11. Februar 2021, 11.20 Uhr


Die Nürnberger Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen und kommt zu ersten Ermittlungsergebnissen. Gegen 17:00 Uhr war das Feuer im unteren Kesselhaus des Blocks 1 des Kraftwerks ausgebrochen. Bis zu 120 Einsatzkräfte der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr konnten bis 22:00 Uhr den Brand unter Kontrolle bringen und das Feuer ablöschen. Die Felsenstraße war während der Löscharbeiten durch die Polizei gesperrt.

Das zuständige Fachkommissariat der Nürnberger Kriminalpolizei hat noch am selben Abend die Ermittlungen zur Klärung der Brandursache übernommen. Die Beamten mussten jedoch abwarten, bis im Gebäude alles abgekühlt ist und der Brandort gefahrlos betreten werden konnte.

Nach Feststellung der gefahrlosen Betretbarkeit des Brandortes konnte am gestrigen Mittwoch der beschädigte Kraftwerksblock begutachtet werden. Ersten Erkenntnissen zufolge handelt es sich um eine technische Havarie. Weitere Untersuchungen dauern noch an. Der Schadensort ist mittlerweile im Einvernehmen mit der Staatsanwaltschaft wieder an den Betreiber übergeben worden.

Die N-ERGIE konnte die Fernwärmeversorgung in den betroffenen Gebieten Gebersdorf und Röthenbach auch über die gestrige Nacht und in der Morgenspitze am heutigen Donnerstag, 11. Februar 2021, aufrechterhalten. In den Haushalten lag die Temperatur bei mindestens 15 Grad, in vielen Haushalten lag die Temperatur laut Einschätzung der N-Ergie noch etwas höher.

Vier mobile Heizstationen, sogenannte Hotmobile, versorgen die betroffenen zwei Alten- und Pflegeheime sowie die Sana-Klinik. Im Laufe des Tages werden sechs weitere mobile Einheiten ans Fernwärmenetz angeschlossen. Dadurch kann das Netz in den beiden Stadtteilen weiter stabilisiert werden.

Weitere Hotmobile werden nach Nürnberg gebracht. Darunter ist auch eine große Einheit, die am Kraftwerkstandort Gebersdorf aufgestellt wird. Sie soll das Fernwärmenetz über einen längeren Zeitraum noch besser absichern. Während gestern der Schwerpunkt auf der Versorgung der Klink und der Pflegeeinrichtungen für Senioren lag, liegt der Schwerpunkt heute darauf, größere Wohngebäude direkt mit Wärme zu versorgen. Darüber hinaus prüft die N-Ergie laufend die Möglichkeiten zur Installation weiterer mobiler Versorgungsanlagen, um die Wärmeversorgung in Gebersdorf und Röthenbach weiter zu stabilisieren.

Störungsstelle N-ERGIE statt BürgertelefonDas seit Dienstag, 9. Februar, von der Stadt Nürnberg geschaltete Bürgertelefon wird heute um 12 Uhr eingestellt. Es läuft eine Bandansage mit Hinweis auf die Rufnummer der N-ERGIE. Am Bürgertelefon gingen rund 200 Anrufe ein, darunter zahlreiche Hilfsangebote. Stadt, Feuerwehr und N-ERGIE bedanken sich herzlich für die große Hilfsbereitschaft der Bürgerinnen und Bürger, von Firmen und Organisationen. Betroffene Bewohnerinnen und Bewohner in Gebersdorf und Röthenbach können sich mit ihren Anliegen ab heute Mittag direkt an die Störungsstelle der N-ERGIE Netz GmbH unter der Rufnummer09 11 / 40 08 90 02 wenden. Das Telefon ist täglich 24 Stunden lang besetzt.

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UPDATE: 10. Februar 2021, 9 Uhr

Die Versorgung mit Fernwärme war im betroffenen Gebiet in Gebersdorf und Röthenbach in der Nacht auf den heutigen Mittwoch, 10. Februar 2021, stabil. Die N-Ergie arbeitet an mobilen Lösungen, um bis heute Abend zusätzliche Wärmeleistung ins Netz einspeisen zu können. Damit soll gewährleistet werden, die kommende Nacht mit Temperaturen von bis zu minus 15 Grad überstehen zu können, ohne dass die Temperatur in den an die Fernwärme angeschlossenen Gebäuden zu sehr absinkt.Am Bürgertelefon unter der Rufnummer 09 11 / 64 37 58 88 gingen am gestrigen Dienstag, 9. Februar, bis 23 Uhr 145 Anrufe ein. Es ist bis auf Weiteres täglich von 7 bis 23 Uhr erreichbar.
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UPDATE: 9. Februar 2021, 17.53 Uhr
Nach Angaben der N-Ergie ist die Wärmeversorgung in den betroffenen Gebieten Gebersdorf und Röthenbach aktuell gegeben. Die Leistung der Fernwärmeleitung soll über Nacht weitgehend stabil gehalten werden. Sie reicht voraussichtlich auch für die Leistungsspitze aus, die für den Mittwochmorgen zwischen 4 und 6 Uhr erwartet wird.
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UPDATE: 9. Februar 2021, 14 Uhr, Pressekonferenz der Stadt Nürnberg

NÜRNBERG - Die Wärmeversorgung im betroffenen Gebiet (siehe Karte) wird eingeschränkt: Aufgrund der Stilllegung des Krafwerkes und im Hinblick auf fallende Temperaturen bis zu -18 Grad in den nächsten Tagen, wurden rund 1.100 Hotelbetten notfallmäßig von der Stadt akquiriert, erklärte Oberbürgermeister Marcus König. Grundsätzlich sollen aber die Anwohner in ihren Wohnungen bleiben können, auch wenn die Temperatur herabgesetzt wird. Teilweise auf 10 bis 15 Grad, so auch im Südwestpark, in Schulen und Horten.  Marcus König betonte, dass Menschen, die aus dem Gebiet nun zu Verwandten ausweichen würden, nicht gegen die Corona-Auflagen verstoßen würden.

Bei von der E-Nergie gesteuerten Anlagen können sie ihre Wohnung möglicherweise nicht wie gewohnt aufheizen. Die Wärmeleistung reicht dazu aus, im Gebäude eine Temperatur von 10 bis 15 Grad Celsius zu halten und Schäden an Leitungen zu vermeiden.

Sollten Betroffene die Möglichkeit haben, bei Verwandten oder Freunden unterzukommen, ist dies problemlos möglich. Für diesen Fall werden die coronabedingten Kontaktbeschänkungen ausgesetzt. Bewohnerinnen und Bewohner aus dem Gebiet, die nicht in ihrer Wohnung bleiben können, begehen keine Ordnungswidrigkeit, wenn Sie die Unterkunft wechseln. Dies wird seitens der Stadt und der Regierung von Mittelfranken rechtlich geregelt. Betroffene können außerdem auf eigene Kosten in Hotels unterkommen. Das Bürgertelefon informiert unter der Rufnummer 09 11/64 37 58 88 über die Hotels, die Einzel-, Doppel- oder Familienzimmer zum Preis von 69 bis 89 Euro pro Nacht anbieten. 

Josef Hasler, Vorstandsvorsitzender der N-ERGIE: ,,Wir müssen die Gesamtlast verringern. Bitten daher die Bewohner, Warmwasser und Heizung zu sparen. Die N-ERGIE will alle Bürger schützen, Priorität haben die Sana-Klinik und das Altenheim. Bereits unterwegs ist die mobile Wärmeversorgung (große Heizgeräte, in der Größe etwa von Schiffscontainern), um die fehlende Fernwärmeversorgung zu kompensieren.  Nachbar-Städte helfen mit aus. Räumungen sollen auf jeden Fall verhindert werden." Josef Hasler erwartet allerdings nicht, dass das Kraftwerk vor Ablauf von 14 Tagen repariert werden kann. Rund 15.000 Menschen leben im versorgten Gebiet, das sind etwa 900 Anschlüsse. 

Betroffene, die wegen Covid-19 unter Quarantäne stehen, melden sich bitte ebenfalls am Bürgertelefon. Gleiches gilt für Pflegebedürftige oder bettlägerige Menschen. Kennen Sie jemanden, der sich nicht selbst helfen kann, dann melden Sie dies bitte ebenfalls am Bürgertelefon. Das Bürgertelefon ist am heutigen Dienstag, 9. Februar 2021, von 14 bis 23 Uhr besetzt. Ab dem morgigen Mittwoch, 10. Februar, ist das Bürgertelefon bis auf weiteres von 7 bis 23 Uhr geschaltet.

Die Ursache für das Feuer in dem Kraftwerk am frühen Montagabend war auch am Dienstag noch unklar. Der Brand war nach Angaben der Feuerwehr im Kesselhaus des Kraftwerksblocks I ausgebrochen und hatte sich bis auf eine Höhe von 80 Metern ausgebreitet.

Bitte beachten Sie folgende Verhaltensregeln:

• Behelfsheizungen sind sehr gefährlich. Bitte nehmen Sie auf keinen Fall behelfsmäßige Heizungen in Betrieb! Abgase von Gaskocher, Campingkocher, Holzkohle- oder Gasgrills, Heizpilze oder ähnlichem führen in geschlossenen Räumen zu tödlichen Vergiftungen.
• Bei Betrieb von elektrischen Heizgeräten: Elektrische Heizlüfter oder ähnliches haben einen sehr hohen Stromverbrauch! Bitte beachten Sie, dass die Elektroinstallation in Ihrer Wohnung überlastet werden könnte. Sicherungen könnten die Anlage abschalten. Im schlimmsten Fall könnten Schäden an den Leitungen entstehen. Achten Sie beim Betrieb auf die vom Gerätehersteller angegebenen Sicherheitsabstände zu brennbaren Gegenständen!
• Heizen Sie nicht mit Herd oder Backofen: Herd oder Backofen sind nicht für Dauerbetrieb ausgelegt! Bei Dauerbetrieb dieser Geräte kann ein gefährlicher Wärmestau entstehen. Dadurch können Einrichtungsgegenstände wie zum Beispiel Schränke der Einbauküche in Brand geraten.
• Zentral erzeugtes Warmwasser wird ebenfalls nicht wie gewohnt zur Verfügung stehen.
• Bitte vermeiden Sie es, zu lüften. Bitte tragen Sie warme Kleidung.
• Ein „Einfrieren“ von Wasserleitungen ist laut der N-Ergie nicht zuerwarten. Wenn Sie den Hauptwasserhahn zu Ihrer Wohnung schließen und in der Wohnung an allen Entnahmestellen das Wasser bis zum Stillstand herauslaufenlassen, ist der Duck in der Leitung beseitigt. 
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UPDATE: 9. Februar 2021, 13.06 Uhr, Bürgertelefon ab 14 Uhr

Die Stadt Nürnberg hat zum Katastrophenfall Brand im Kraftwerk Franken in Gebersdorf ein Bürgertelefon geschaltet. Es ist am heutigen Dienstag, 9. Februar 2021, von 14 bis 23 Uhr unter der Rufnummer 09 11/ 64 37 58 88 erreichbar.

Ab morgen, Mittwoch, 10. Februar, ist das Bürgertelefon bis auf weiteres täglich von 7 bis 23 Uhr geschaltet.In den betroffenen Stadtteilen befinden sich 1 150 Anschlusspunkte für Fernwärme. Betroffen sind neben den Haushalten unter anderem auch große Betriebe, eine Klinik, Schulen, ein Einkaufszentrum sowie zwei Alten- und Pflegeeinrichtungen. Die beiden Alteneinrichtungen, das Senioren- und Pflegezentrum St. Elisabeth in der Insinger Straße 1 und die Seniorenresidenz Schloss Stein in der Rednitzstraße 70 sowie die Sana Klinik in der Weiltinger Straße 11 sollen in den nächsten Stunden separat versorgt werden.

Von der Temperatur-Absenkung in den Gebäuden ist neben der Heizung auch das Warmwasser betroffen. Das steht nicht mehr wie gewohnt zur Verfügung.

An die Betroffenen werden schriftliche Bürgerinformationen verteilt. Der erste Bürgerbrief geht an die Bewohnerinnen und Bewohner größerer Wohnblocks, in denen die N-Ergie die Wärmeleistung bereits auf circa 10 bis 15 Grad gedrosselt hat. Das zweite Schreiben geht an alle an die Fernwärme angeschlossenen Haushalte in dem Gebiet. Diese werden dazu aufgerufen, die Heiztemperatur deutlich auf 15 Grad Celsius abzusenken, um das Netz zu entlasten. Dadurch soll es ermöglicht werden, dass der Notbetrieb fortgeführt werden kann, ohne weitere Abschaltungen vornehmen zu müssen.

Auch sollen alternativ keine gefährlichen Wärmequellen genutzt werden (offenes Feuer, Grill, Rotlichtlampen). Die Katastrophenschutz-Informationssysteme Katwarn und Nina werden um 14 Uhr ausgelöst, sobald 1.150 Anschlusspunkte aller Haushalte identifiziert sind.
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UPDATE: 9. Februar 2021, 10.58 Uhr, Kripo ermittelt
Am späten Nachmittag brach gestern (8. Februar 2021) im Großkraftwerk Franken in Gebersdorf aus noch ungeklärter Ursache ein Brand aus. Die Nürnberger Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen.

Gegen 17 Uhr war das Feuer im unteren Kesselhaus des Blocks 1 des Kraftwerks ausgebrochen. Bis zu 120 Einsatzkräfte der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr konnten bis 22 Uhr den Brand unter Kontrolle bringen und das Feuer ablöschen. Die Felsenstraße wurde während der Löscharbeiten von der Polizei gesperrt.

Das zuständige Fachkommissariat der Nürnberger Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Klärung der Brandursache übernommen. Die Beamten müssen jedoch abwarten, bis im Gebäude alles abgekühlt ist und der Brandort gefahrlos betreten werden kann. So werden die Ermittler frühestens morgen mit ihrer Arbeit im Kraftwerk beginnen können.
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UPDATE: 9. Februar 2021, 8.54 Uhr
Nach dem Brand im Großkraftwerk Franken ist die Fernwärmeversorgung in den Stadtteilen Gebersdorf und Röthenbach beeinträchtigt. Die Stadt Nürnberg hat den Katastrophenfall ausgerufen.

Stadt und N-ERGIE haben Krisenstäbe eingerichtet. Sie stehen in direktem Austausch miteinander. In den betroffenen Stadtteilen befinden sich 1.150 Anschlusspunkte für Fernwärme. Betroffen sind neben den Haushalten unter anderem auch große Betriebe, eine Klinik, Schulen, ein Einkaufszentrum sowie zwei Alten- und Pflegeeinrichtungen.

Die N-ERGIE meldet: Der gestrige Brand im Nürnberger Großkraftwerk Franken kann sich in den kommenden Tagen auf die Versorgung der Fernwärmekunden der N-ERGIE Aktiengesellschaft in den Nürnberger Stadtteilen Röthenbach und Gebersdorf auswirken. Das Großkraftwerk wird zwar nicht von der N-ERGIE betrieben, doch es deckt bei kalten Außentemperaturen die Spitzenlast in der Versorgung ihrer Fernwärmekunden in den Stadtteilen Röthenbach und Gebersdorf ab.

Das Großkraftwerk ist infolge des Brands vorübergehend außer Betrieb genommen worden. Damit entfällt eine wichtige Wärmezufuhr im Netz der N-ERGIE, die aufgrund der Netzstruktur nicht komplett über das Heizkraftwerk der N-ERGIE in Nürnberg-Sandreuth aufgefangen werden kann.

Die N-ERGIE unternimmt in Anbetracht der Wetterprognosen für die kommenden Tage alles, um eine Mindestversorgung ihrer Kunden mit Fernwärme aufrechtzuerhalten. Aktuell wird die Netzstruktur an die neuen Gegebenheiten angepasst. Dazu gehört auch die vorübergehende Drosselung der Wärmezufuhr für einzelne Abnehmer. Zum anderen arbeitet sie bereits unter Hochdruck daran, zusätzliche Wärmequellen an ihr Fernwärme-Netz anzuschließen und so eine Übergangsversorgung aufzubauen.

Bis die Monteure der N-ERGIE die Übergangsversorgung mittels mobiler Wärmequellen aufgebaut haben, können Fernwärme-Kunden einen entscheidenden Beitrag leisten, die Auswirkungen des vorübergehenden Engpasses zu begrenzen: Trotz der niedrigen Außentemperaturen bittet die N-ERGIE alle Kunden am Fernwärme-Netz in Gebersdorf und Röthenbach, ihren Heizungs- und Warmwasserbedarf auf ein Mindestmaß zu reduzieren.

Weitere Informationen folgen in Kürze.

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UPDATE: 9. Februar 2021
NÜRNBERG (ots/nf) - Rund zwei Wochen nach dem Brand im Trafowerk in der Südstadt wurde die Feuerwehr Nürnberg erneut durch einen Großbrand in einer Industrieanlage herausgefordert. Im Großkraftwerk Franken im Stadtteil Gebersdorf war gestern am späten Nachmittag ein Brand außer Kontrolle geraten und konnte sich aus bisher unbekannter Ursache vom Kesselhaus bis aufs Dach ausbreiten. Die Feuerwehr Nürnberg war mit einem Großaufgebot von Einsatzkräften vor Ort um den Brand unter schwierigen Bedingungen unter Kontrolle zu bringen.

Gegen 17 Uhr muss der Brand im unteren Bereich des rund 80 Meter hohen Kesselhauses des Blocks 1 des Ölkraftwerks ausgebrochen sein. Durch Leitungs- oder Lüftungsanlagen fraß sich das Feuer dann zum circa 80 Meter hoch gelegenen Dach des Gebäudekomplexes durch. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte gegen 17.15 Uhr waren bereits dichter Rauch und heller Flammenschein über dem Komplex zu erkennen.

Die Einsatzkräfte der Berufsfeuerwachen 1 und 4 löschten den Brand soweit von unten, soweit sie das Kesselhaus wegen der stark vom Brand beaufschlagten Stahlkonstruktion im Inneren überhaupt betreten konnten, und arbeiteten sich über einen Betontreppenraum auf das Dach des Kesselhauses vor, um dort ebenfalls die Flamen zu bekämpfen.

Die Freiwillige Feuerwehr Werderau verteidigte mit einer Riegelstellung das Maschinenhaus gegen ein Übergreifen des Brandes. Die Drohnengruppe der Feuerwehr Nürnberg kontrollierte derweil die Außenhaut des Gebäudes auf weitere Zeichen einer Brandausbreitung. Um in dieser Höhe tatsächlich von außen etwas ausrichten und die Fassade des betroffene Gebäudes genauer kontrollieren zu können, wurde ein entsprechend großer Teleskopgelenkmast angefordert. Über diesen kamen dann Einsatzkräfte der Höhenrettungsgruppe zum Einsatz um die Fassade auf Glutnester in der Dämmung zu kontrollieren.

Gegen 20:00 Uhr konnte mit dem Ablöschen des Brandes auf dem Dach "Feuer aus!" gemeldet werden. Um 22 Uhr konnte die Einsatzstelle an den Betreiber übergeben werden, in der Nacht werden zur Kontrolle noch sogenannte Brandnachschauen durchgeführt.

Im Einsatz waren zeitweise ca. 120 Einsatzkräfte von Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr. Im Verlauf des Brandes kam es im Umfeld des Kraftwerks teilweise zu Belästigungen durch den Brandgeruch, eine ernsthafte Gefahr bestand jedoch zu keiner Zeit. Die Ursache des Brandes ist momentan noch unbekannt. Die zuständigen Polizeidienststellen haben die Ursachenermittlung aufgenommen. Die Größe des entstandenen Schadens kann aktuell nicht beziffert werden. Durch den beherzten Eingriff der Feuerwehrleute, die sich im Gebäude teilweise unter erheblicher Eigengefährdung bewegten, konnte der Brand aber trotz der ungünstigen Lage auf das Kesselhaus begrenzt werden.
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UPDATE: Nach noch unbestätigten Angaben hat ein Kabelbrand im Kraftwerk die Einsatzkräfte beschäftigt, die das Feuer mittlerweile unter Kontrolle haben sollen. 
MarktSpiegel berichtet weiter.
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NÜRNBERG (nf) - Das Großkraftwerk in Gebersdorf steht in Flammen. Feuerwehr und Einsatzkräfte sind im Einsatz. Anwohner sollen Fenster geschlossen halten.
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Autor:

Nicole Fuchsbauer aus Nürnberg

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