Das sind die erfolgreichsten Flughäfen
Abgehängt: Wie schlecht steht es um den deutschen Luftverkehrsstandort wirklich?
- Weltweit chancenlos: Die Regierung will Deutschland als Luftfahrtnation erhalten. Genügt der Branche dieses Bekenntnis?
- Foto: Boris Roessler/dpa
- hochgeladen von Nicole Fuchsbauer
- Das Bundeskabinett hat die Luftfahrtstrategie der Bundesregierung beschlossen.
- Die Wirtschaft beklagt hohe Standortkosten.
Berlin (dpa/nf) - Die Bundesregierung will die Luftfahrtindustrie in Deutschland stärken. Dazu wurde im Kabinett eine Strategie beschlossen. «Ziel der Bundesregierung ist es, die Weichen zu stellen, damit Deutschland gemeinsam mit den europäischen Partnern auch in den kommenden 15 Jahren als führende Luftfahrtnation dauerhaft erfolgreich wird und bleibt», heißt es dazu. Die Luftfahrt sei global und langfristig ein Wachstumsmarkt.
Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) forderte Unterstützung für die Branche. «Erforderlich sind weitere Entlastungen bei der Luftverkehrsteuer sowie den Luftsicherheits- und Flugsicherungsgebühren und ein konsequenter Abbau von Bürokratie und nationalen Sonderwegen», sagte Holger Lösch, stellvertretender BDI-Hauptgeschäftsführer, der dpa. Nur so lasse sich die internationale Anbindung der exportorientierten deutschen Industrie sichern. Mehr als ein Fünftel des Handels mit Nicht-EU-Staaten werde über den Luftweg abgewickelt. Der Bundestag hatte im Mai die letzte Erhöhung der Luftverkehrsteuer wieder zurückgenommen. Die Gesetzesänderung muss noch den Bundesrat passieren.
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Welche Luftverkehrsstandorte weltweit sind am erfolgreichsten?
- An der Spitze der globalen Luftfahrt steht unangefochten der Hartsfield-Jackson Atlanta International Airport (ATL) in den USA. Er ist der einzige Flughafen weltweit, der die Marke von 100 Millionen Passagieren pro Jahr überschreitet.Kurz dahinter folgen globale Drehkreuze im Nahen Osten und Asien, die insbesondere beim reinen internationalen Reiseverkehr dominieren.
- Kurz dahinter folgen globale Drehkreuze im Nahen Osten und Asien, die insbesondere beim reinen internationalen Reiseverkehr dominieren.
Beste Infrastruktur & Passagierkomfort:
In den renommierten Skytrax World Airport Awards belegen asiatische und nahöstliche Flughäfen regelmäßig die Spitzenplätze für die weltweit beste Qualität. Der Singapore Changi Airport und der Incheon International Airport in Seoul führen hier meist die Ranglisten an.
Größtes internationales Streckennetz: Der Flughafen Istanbul (IST) gilt als eines der erfolgreichsten und am besten angebundenen Drehkreuze der Welt. Er bietet dank der aggressiven Expansion von Turkish Airlines Nonstop-Flüge zu weit über 300 Zielen weltweit an.
Europäischer Spitzenreiter: In Europa bleibt der London Heathrow Airport (LHR) mit rund 84,5 Millionen Passagieren der erfolgreichste und aktivste Standort, dicht gefolgt von Paris Charles-de-Gaulle (CDG).
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Bundesregierung betont Rolle der BrancheLuf
In der Luftfahrtstrategie bekennt sich die Bundesregierung «ausdrücklich» zum Luftverkehrsstandort Deutschland. Ein leistungsfähiger, sicherer und nachhaltiger Luftverkehr sei von essenzieller Bedeutung für die Mobilität von Menschen und Gütern sowie für die Anbindung Deutschlands an globale Märkte. «Der Luftverkehr ist für die Bundesregierung ein wesentlicher Faktor für die wirtschaftliche Stärke, Innovationskraft und Beschäftigung.» Die Luftfahrtindustrie leiste zudem einen unverzichtbaren Beitrag zur Aufgabenerfüllung und Einsatzbereitschaft der Bundeswehr.
In der Strategie geht es um Themen wie eine klimaschonende Luftfahrt mit einer Verringerung von CO2-Emissionen, die Stabilität von Lieferketten und deutsche Flughäfen. Zur Wettbewerbsfähigkeit heißt es: «Die Bundesregierung bekennt sich zur Bedeutung international wettbewerbsfähiger Standortkosten für ein attraktives Flugangebot und internationale Konnektivität.» Neben bereits beschlossenen Maßnahmen werde sich die Bundesregierung auch weiterhin langfristig für international wettbewerbsfähige staatliche Standortkosten einsetzen.
Industrie: Konkrete Maßnahmen erforderlich
«Die Nationale Luftfahrtstrategie muss jetzt in konkrete Maßnahmen umgesetzt werden», sagte Lösch. Die Standortkosten in Deutschland hätten sich seit der Corona-Pandemie teils verdoppelt. «Das schwächt Airlines und Flughäfen im internationalen Wettbewerb. Gleichzeitig belasten krisenbedingt hohe Kerosinkosten und geopolitische Konfliktherde wie der Iran-Konflikt Routen, Kapazitäten und Kosten im Luftverkehr zusätzlich.» Technologieführerschaft und Wertschöpfung in der zivilen und militärischen Luftfahrt erforderten langfristige, verlässliche Investitionen.
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