63-jährige Frau aus Oberfranken ist tot
UPDATE 4: Nach Amokfahrt: Stadt will Fußgängerzonen besser sichern!
- Nach der Amokfahrt in der Fußgängerzone herrschen in Leipzig Trauer und Fassungslosigkeit.
- Foto: Sebastian Willnow/dpa
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- Amokfahrt in Leipziger Fußgängerzone
- Es gibt mindestens acht Verletzte, zwei Schwerverletzte, zwei Tote
- Nach der Amokfahrt mit zwei Toten bleibt die Frage offen, warum der 33-Jährige Jeffrey K. sein Auto zur Waffe machte.
- Wenige Tage vorher wurde er aus einer Psychiatrie entlassen.
- Der Mann ist Haustechniker aus Leipzig. Er ist verheiratet und Vater eines Kindes.
- Ein 77-jähriger Mann aus Leipzig und eine 63-jährige Frau aus Oberfranken wurden getötet.
UPDATE 4: 6. Mai
Leipzig (dpa/nf) - Zwei Tage nach der tödlichen Amokfahrt eines 33-Jährigen in Leipzig herrscht weiter Rätselraten über dessen Beweggründe. Die Ermittler gehen nicht von einem politischen oder religiösen Motiv aus. Nur 5 Tage vor der Amokfahrt wurde er aus der Psychiatrie entlassen, wie die BILD berichtet.
Er habe den Erkenntnissen nach «im Zustand der zumindest erheblich verminderten Schuldfähigkeit» gehandelt, so die Staatsanwaltschaft. Von ihm gehe weiterhin Gefahr für die öffentliche Sicherheit aus. Deswegen wurde er auf Anordnung eines Ermittlungsrichters in ein psychiatrisches Krankenhaus gebracht.
Der Mann steht den Angaben zufolge in dringendem Tatverdacht des zweifachen Mordes sowie des versuchten Mordes in vier Fällen. Es sei wahrscheinlich, dass er weitere «Taten vergleichbarer Schwere begehen wird», hieß es von der Staatsanwaltschaft Leipzig.
Die betroffene Einkaufsstraße ist inzwischen wieder für Passanten frei. Die Stadt hat angekündigt, sie dauerhaft gegen das Befahren mit Fahrzeugen zu sichern. Das soll voraussichtlich an diesem Mittwoch umgesetzt werden.
Am Montagnachmittag war der 33-jährige deutsche Staatsangehörige aus Leipzig dort mit seinem Wagen in die Fußgängerzone gefahren und hatte mehrere Menschen mit seinem Auto angefahren. Zwei Menschen starben, sechs weitere wurden verletzt – zwei von ihnen schwer.
Seither herrscht große Trauer und Fassungslosigkeit in der Stadt. Viele Menschen haben Kerzen und Blumen niedergelegt und bei Andachten der Opfer gedacht. Sachsens Regierung ordnete Trauerbeflaggung an allen Gebäuden von Behörden und Dienststellen des Freistaates an. «Unser Mitgefühl gilt den Familien und Angehörigen der Opfer», sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU). «In Gedanken sind wir bei ihnen und allen, die von diesem schrecklichen Ereignis betroffen sind.»
UPDATE 3: 4. Mai
Leipzig (dpa) - Bei dem Tatverdächtigen der tödlichen Fahrt von Leipzig handelt es sich um einen 33-jährigen mit deutscher Staatsangehörigkeit, der nach Informationen der BILD polizeibekannt ist. «Es ist ein Amoktäter», sagte Sachsens Innenminister Armin Schuster in Leipzig.
UPDATE 2: 4. Mai
- Ein Auto fährt in Leipzig in eine Menschengruppe. Es gibt Tote und Verletzte. Die Menschen sind erschüttert.
- Vieles noch unklar.
Leipzig (dpa) - Es ist bei weitem kein normaler Montagnachmittag in Leipzig. Nachdem ein Auto in der Innenstadt in mehrere Menschen gefahren ist, sind zwei Personen tot. Zwei Menschen sind nach Angaben eines Stadtsprechers schwer verletzt. Nach Angaben der Polizei auf X wurde der Fahrer festgenommen, von ihm gehe keine Gefahr mehr aus. Die Hintergründe sind unklar.
«Wir haben noch nicht genau die Motivation, wir wissen nichts über den Täter», sagte Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) kurz nach dem Vorfall. Die Lage sei geklärt, es bestehe keine Gefahr mehr, sagte er.
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) geht bei dem tragischen Geschehen von einer mutmaßlichen «Amokfahrt» aus. «Das erschüttert mich zutiefst. Ich bin in Gedanken bei den Opfern und ihren Familien», sagte Kretschmer. «Den Verletzten wünsche ich Kraft und schnelle Genesung. So eine Tat macht uns sprachlos – und sie macht uns entschlossen. Wir werden alles daransetzen, sie schnell und vollständig aufzuklären. Der Rechtsstaat wird mit aller Konsequenz handeln.»
Sichtschutz aufgebaut, Passanten an Handys
Es sind gespenstische Szenen in der Abendsonne: Viel Blaulicht sieht man am Leipziger Marktplatz. Ein Sichtschutz wurde aufgebaut. Etwa ein Dutzend Menschen läuft über eine nahe Kreuzung, Rettungsdecken um die Schultern gelegt. Vor einem weißen Auto, wohl das Auto, das durch die Straße fuhr, war ein Tuch zu sehen. Mutmaßlich bedeckt es eine der Leichen.
Vor dem berühmten Lokal «Auerbachs Keller» flattert Absperrband. Vor dem Seminargebäude der Leipziger Universität, die direkt an der Grimmaischen Straße liegt, gedrückte Stimmung. Junge Leute sitzen in kleinen Gruppen auf den Stufen. Wer aus dem Gebäude kommt, hat meist ein Telefon am Ohr. Viele Geschäfte in der Leipziger Innenstadt sind geschlossen, nur wenige Gäste sitzen vor den Cafés.
Viele Geschäfte in Innenstadt geschlossen
Auch auf dem nahen Augustusplatz vor Gewandhaus und Oper sind zahlreiche Menschen versammelt. Sie machen Fotos und Videos, informieren sich am Handy über die Lage. Die Stimmung ist angespannt. Immer wieder fahren Krankenwagen aus der Grimmaischen Straße heraus. In dieser zentralen Straße hat wohl der Fahrer mit seinem Auto mehrere Menschen angefahren.
Die Grimmaische Straße führt vom zentralen Augustusplatz in die Leipziger Fußgängerzone bis zur Thomaskirche. In der Nähe befindet sich die Universität sowie die Nikolaikirche Leipzig, ein zentraler Ort der Friedlichen Revolution.
UPDATE:
Leipzig (dpa) - In der Leipziger Innenstadt ist ein Auto (VW Taigo) in eine Menschengruppe gefahren. Nach Angaben der Polizei gibt es mehrere Verletzte, zwei Schwerverletzte, zwei Tote. Ein Polizeisprecher sprach von einer «dynamischen Lage». Nähere Infos zum genauen Hergang und Hintergrund waren zunächst nicht bekannt. Der Fahrer wurde festgenommen - er soll sich bei der Festnahme psychisch auffällig verhalten haben.
10 Rettungswagen und Hubschrauber im Einsatz - die Geschäfte mussten schließen. Die Hintergründe des Vorfalls – einschließlich eines möglichen Motivs – sind unbekannt. Es ist unklar, ob es sich um eine vorsätzliche Amokfahrt, einen Unfall oder ein anderes Geschehen handelt; dazu liegen keine offiziellen Angaben vor.
- Laut Angaben der Polizei gibt es mehrere Verletzte.
- Foto: Sebastian Willnow/dpa
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Die Polizei sprach von einer «lebensbedrohlichen Einsatzlage». Was sie im konkreten Fall damit meine, sagte ein Polizeisprecher nicht.
Auf X war ein Video zu sehen von zahlreichen Einsatzkräften: Feuerwehr, Krankenwagen und Polizei.
- Rettungskräfte stehen in der Nähe eines beschädigten Autos an der Stelle, wo ein Auto in eine Menschengruppe gefahren ist.
- Foto: Jan Woitas/dpa
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Die Grimmaische Straße führt vom zentralen Augustusplatz in die Leipziger Fußgängerzone. In der Nähe befindet sich die Universität sowie die Nikolaikirche Leipzig, ein zentraler Ort der Friedlichen Revolution.
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