Ätna-Ausbruch ++ Lava-Tourismus
UPDATE 7: Tourist bezahlt Leichtsinn am Ätna mit dem Leben
- Der Ätna-Ausbruch lässt Starts und Landungen in Catania derzeit nicht zu.
- Foto: Tommaso Sfregola/JNA via ZUMA Press Wire/dpa
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- Der Ätna kommt nicht zur Ruhe und der Flughafen Catania ist wieder betroffen
- Für zahlreiche Urlauber wird das spektakuläre Naturschauspiel zum Alptraum oder Tourismus-Hotspot
UPDATE 7: 17. August
- Seit mehr als einer Woche spuckt der Ätna auf Sizilien Asche und Lava.
- Ein Tourist aus den USA nähert sich dem Gipfel und soll einen abgesperrten Bereich betreten haben.
Catania (dpa) - Ein US-amerikanischer Tourist ist am Ätna von einem Blitz getroffen und ums Leben gekommen. Der etwa 30 Jahre alte Mann sei während eines Gewitters auf dem Vulkan auf der italienischen Mittelmeerinsel Sizilien unterwegs gewesen, meldeten die Nachrichtenagenturen Ansa und Adnkronos. Ein Rettungshubschrauber brachte ihn ins Krankenhaus, er war den Angaben zufolge aber bereits tot.
Seit Tagen rumort der Ätna und spuckt Lava und Asche. Der Ausbruch von Europas aktivstem Vulkan führte auf Sizilien zu einem Reisechaos: Der Flugbetrieb am Flughafen von Catania wurde für mehrere Tage komplett ausgesetzt. Hunderte Flüge wurden gestrichen oder umgeleitet.
Vulkanische Aktivität zieht viele Schaulustige an
Die Lavaströme des Ätna ziehen viele Schaulustige an. Der Vulkan gilt ohnehin als Touristenmagnet in der Region. Wegen der vulkanischen Aktivität ist der Andrang noch größer als sonst. Bergführer können die vielen Anfragen laut Medienberichten kaum bedienen. Es wird davor gewarnt, sich zu nah an die Lava und den Gipfel des Vulkans zu bewegen.
Der vom Blitz getroffene Tourist soll sich den Berichten zufolge in einem gesperrten Bereich aufgehalten haben, zu dem derzeit auch keine Touren führen. Er wurde demnach am Sonntagabend in ernstem Zustand gefunden. Weitere Angaben zu seiner Identität gab es zunächst nicht.
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UPDATE 6: 17. August
- Nach einer Woche mit massiven Einschränkungen kehrte am Flughafen Catania Ruhe ein - doch neue Asche sorgt erneut für leichte Störungen im Flugverkehr.
Catania (dpa) - Wegen der anhaltenden vulkanischen Aktivität des Ätna ist der Flugverkehr am Flughafen von Catania erneut leicht eingeschränkt. Nach Angaben des Betreibers des Airports auf der italienischen Mittelmeerinsel Sizilien wurde wegen des Ascheausstoßes ein Teil des Luftraums gesperrt. Dadurch ist die Zahl der möglichen Ankünfte zunächst beschränkt, hieß es.
Bis 14.00 Uhr dürfen demnach nur fünf Flugzeuge pro Stunde in Catania landen. Für Abflüge gibt es keine Einschränkungen. Der Flughafen kündigte an, im Laufe des Tages über die weitere Entwicklung zu informieren. Passagiere wurden gebeten, sich bei den jeweiligen Airlines über den Flugstatus zu erkundigen.
- Sizilien: Der Ätna liefert spektakuläre Bilder - und stresst Tausende Urlauber.
- Foto: Simone Genovese/AP/dpa
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Erst am Wochenende hatte sich die Lage am Flughafen wieder entspannt. Zuvor war der Flugbetrieb mehr als eine Woche lang massiv eingeschränkt gewesen. Der Ätna hatte nach einem Ausbruch wiederholt Vulkanasche ausgestoßen und für erhebliche Probleme im Flugverkehr gesorgt. Zahlreiche Flüge mussten gestrichen oder umgeleitet werden.
Am Samstag wurde die Warnstufe für den Vulkan schließlich herabgestuft. Der Flugbetrieb lief daraufhin wieder normal an. Nun sorgt der erneute Ascheausstoß wieder für Einschränkungen.
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UPDATE 5: 14. August
- Ein Handelsverband beziffert die Schäden bereits auf bis zu 24 Millionen Euro.
- Doch vor Ort pilgern Touristen derweil in Scharen zu den Lavaströmen.
Catania (dpa) - Der Flughafen Catania auf der italienischen Mittelmeerinsel Sizilien hat seinen Betrieb wegen des jüngsten Ausbruchs des Vulkans Ätna mitten in der Urlaubszeit wieder eingestellt. Bis Samstagmorgen 2.00 Uhr werde es keine Ankünfte oder Abflüge geben, teilte der Flughafen in der Nacht zum Freitag mit. Reisende sollen sich nicht zum Flughafen begeben, ohne vorher den Status ihres Flugs mit der jeweiligen Airline abzuklären.
Der Flughafenbetrieb hängt von der Aktivität des Vulkans sowie von der Windrichtung und der Aschekonzentration in der Luft ab. Am Donnerstag hatte der Flughafen SAC eine Sperrung für Ankünfte zuletzt bis zum heutigen Freitag 8.00 Uhr verlängert. Für Abflüge wurde keine entsprechende Verlängerung mitgeteilt.
Hunderte Flüge betroffen
Seit Beginn des Ausbruchs vor einer Woche wurden Hunderte Flüge gestrichen, verspätet oder umgeleitet. Nach Angaben der Betreibergesellschaft des Flughafens (SAC) wurden zwischen dem 6. und 12. August rund 36 Prozent der für Catania geplanten Flüge gestrichen. SAC bezeichnete die Auswirkungen auf die Flughafeninfrastruktur als die schwersten der vergangenen 20 Jahre.
Zuletzt hatte sich die Lage am Flughafen eigentlich etwas beruhigt. Zahlreiche Flüge starteten von anderen Airports auf der Insel. Die Auswirkungen der vergangenen Woche auf den Tourismus sind aber schon spürbar. Nach Schätzungen des Handelsverbands Assoesercenti belaufen sich die wirtschaftlichen Schäden durch Flugausfälle und Behinderungen auf rund 12 bis 24 Millionen Euro. Gleichzeitig zieht der Ätna weiterhin Besucher an. Bergführer berichten von großer Nachfrage nach Touren zu dem Vulkan und seinen derzeit fließenden Lavaströmen, die bei Nacht spektakulär aussehen.
Vulkan-Aktivität leicht rückläufig
Stefano Branca vom Nationalen Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) sprach zuletzt von einer leicht rückläufigen eruptiven Aktivität. Wann der Ausbruch enden werde, lasse sich nicht vorhersagen. «Die einzige Gewissheit ist, dass es keine Gewissheiten gibt», sagte Branca. Der aktuelle Ausbruch sei vergleichsweise klein. Für den Flughafen sei vor allem die Windrichtung entscheidend, weil sie die Vulkanasche in Richtung Catania trage.
Der Ätna ist Europas aktivster Vulkan. Ausbrüche kommen regelmäßig vor. Nach Einschätzung von Branca ist die aktuelle Eruption an sich nichts Ungewöhnliches. Wegen der Windverhältnisse wird der Flughafen der südlich des Vulkans liegenden Stadt Catania jedoch stärker von der Asche betroffen. Die Behörden beobachten die Entwicklung. Einschränkungen oder Änderungen im Flugbetrieb kommen meist kurzfristig.
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UPDATE 4:
- Der Flughafen Catania bleibt nach dem Ätna-Ausbruch weiter geschlossen.
- Wie lange, ist unklar.
- Die wirtschaftlichen Folgen treffen besonders den Tourismus.
- Dafür ist der Andrang am Ätna nun groß und gefährlich
Catania (dpa) - Auch knapp eine Woche nach Beginn des jüngsten Ausbruchs des Ätna ist offen, wie lange der Vulkan noch aktiv bleibt. Der Flughafen von Catania bleibt geschlossen, das Flugverbot gilt dort bis Freitag 2.00 Uhr. Die Folgen für den Tourismus sind bereits deutlich zu spüren: Nach Schätzungen des Handelsverbands Assoesercenti belaufen sich die wirtschaftlichen Schäden infolge der Flugausfälle und Behinderungen auf 12 bis 24 Millionen Euro.
Wie lange der Airport mit Verbindungen von und nach Deutschland noch geschlossen bleibt, ist nicht absehbar. Dies hängt von der weiteren Aktivität des Vulkans ab. «Wir können nicht wissen, wie lange die Aktivität des Ätna andauern wird», sagte Stefano Branca, Direktor der Vulkanabteilung des Nationalen Instituts für Geophysik und Vulkanologie (INGV), der Zeitung «Corriere della Sera». Ein Ende der Eruption lasse sich nicht vorhersehen.
Nach den Worten von Branca sei die eruptive Aktivität «leicht rückläufig». Doch der Vulkan-Experte merkte auch an: «Die einzige Gewissheit ist, dass es keine Gewissheiten gibt.» Die Betreibergesellschaft des Airports und das INGV stehen in engem Kontakt - die Behörden entscheiden je nach Windrichtung und Asche-Konzentration in der Luft über Sperrungen, oft auch sehr kurzfristig.
Vulkan-Experten kaum überrascht
In den vergangenen Tagen musste der Betreiber des Flughafens die Sperre entsprechend mehrfach verlängern. Die Sperre gilt aus Sicherheitsgründen wegen des starken Ausstoßes von Asche. Seit Beginn des Ausbruchs vergangenen Freitag waren Hunderte Flüge von Streichungen, Verspätungen und Umleitungen betroffen. Zehntausende Urlauber mussten umplanen.
Vor Ort am Flughafen von Catania hat sich die Lage inzwischen im Vergleich zu den chaotischen Zuständen der vergangenen Tage etwas beruhigt. Viele Passagiere prüfen ihren Flugstatus vor der Anreise zum Airport. Außerdem werden Transfers zu anderen Flughäfen auf der Insel organisiert. Dennoch bilden sich immer wieder längere Warteschlangen vor Infoschaltern. Einige Menschen übernachten vor Ort und warten auf Informationen.
Der Ätna ist Europas aktivster Vulkan. Immer wieder rumort es dort. Für Branca ist deswegen die aktuelle Aktivität kaum überraschend. «Der Ätna verhält sich immer so. Dies ist ein kleiner Ausbruch, kleiner als andere, die noch vor sechs Monaten stattfanden», sagte er der Zeitung «Quotidiano Nazionale». Der Ausbruch an sich sei also nichts Ungewöhnliches. Diesmal stehe jedoch der Wind so ungünstig, dass der Flughafen stark von der Asche betroffen ist.
Großer Andrang für Ätna-Touren
Seit jeher gilt der Vulkan als Touristenmagnet in der Region. Täglich werden Führungen angeboten, um den Ätna zu besteigen. Auch jetzt: Nach Angaben des «Corriere della Sera» sind Bergführer überlastet und können die Anfragen von Schaulustigen nicht mehr bedienen. Es wird jedoch davor gewarnt, sich zu nah an die heiße Lava zu bewegen. Videos der Lavaströme haben sich in den sozialen Medien aber rasant verbreitet und ziehen viele Leute an.
Zuletzt sorgte die in Italien bekannte Moderatorin und Ehefrau von Schalke-Torwart Loris Karius Diletta Leotta für Kritik in den sozialen Medien, weil sie bei Instagram Fotos ganz nah an der glühenden Lava aufnahm. «Etna is on fire» schrieb sie zu den Fotos, auf denen sie bauchfrei posierte. User warfen ihr vor, die Gefahr am Vulkan zu unterschätzen und ein schlechtes Vorbild abzugeben.
UPDATE 3:
- Der Tourismus auf Sizilien leidet: Wirtschaftliche Schäden nach dem Ätna-Ausbruch gehen laut Schätzungen bereits in die Millionen.
- Passagiere müssen weiter umplanen.
Catania (dpa) - Ein Ende des Ausbruchs des Vulkans Ätna lässt sich nach Einschätzung eines Experten nicht voraussehen. Für die Mittelmeerinsel Sizilien hat das Folgen für den Tourismus, der Flughafen Catania bleibt geschlossen. «Wir können nicht wissen, wie lange die Aktivität des Ätna andauern wird», sagte Stefano Branca, Direktor der Vulkanabteilung des Nationalen Instituts für Geophysik und Vulkanologie (INGV). Zwar lasse sich der Beginn einer Eruption mit Überwachungssystem vorhersagen, nicht aber deren Ende, so Branca.
Wegen des starken Ausstoßes von Asche ist der Flugverkehr am Flughafen von Catania derzeit komplett gesperrt. Am Mittwochabend verlängerte die Betreibergesellschaft des Airports das Flugverbot abermals - bis Freitag 2.00 Uhr. Starts und Landungen sind nicht möglich. Weitere Verlängerungen sind nicht ausgeschlossen, sollte der Vulkan demnächst nicht zur Ruhe kommen.
Die Folgen für den Tourismus sind bereits deutlich zu spüren: Nach Schätzungen des Handelsverbands Assoesercenti belaufen sich die wirtschaftlichen Schäden infolge der Flugausfälle und Behinderungen auf 12 bis 24 Millionen Euro. Seit Beginn des Ausbruchs am vergangenen Freitag waren Hunderte Flüge von Streichungen, Verspätungen und Umleitungen betroffen. Zehntausende Urlauber mussten umplanen.
Lage am Airport etwas beruhigt
Nach den Worten von Branca sei die eruptive Aktivität «leicht rückläufig». Doch der Vulkan-Experte merkte auch an: «Die einzige Gewissheit ist, dass es keine Gewissheiten gibt.» Die Betreibergesellschaft des Airports und das INGV stehen in engem Kontakt - die Behörden entscheiden je nach Windrichtung und Asche-Konzentration in der Luft über Sperrungen, oft auch sehr kurzfristig.
Vor Ort am Flughafen von Catania hat sich die Lage inzwischen im Vergleich zu den chaotischen Zuständen der vergangenen Tage etwas beruhigt. Viele Passagiere prüfen ihren Flugstatus vor der Anreise zum Airport. Außerdem werden Transfers zu anderen Flughäfen auf der Insel organisiert. Dennoch bilden sich immer wieder längere Warteschlangen vor Infoschaltern. Einige Menschen übernachten vor Ort und warten auf Informationen.
UPDATE 2:
- Wegen anhaltender Vulkanasche vom Ätna in der Luft bleibt der Flughafen von Catania auf Sizilien geschlossen. Reisende müssen mit weiteren Ausfällen und Umleitungen rechnen.
Catania (dpa) - Für Urlauber auf der italienischen Mittelmeerinsel Sizilien bleibt der Flugverkehr am Flughafen von Catania eingeschränkt. Wegen der Vulkanasche des Ätna sind dort keine Starts und Landungen möglich. Der Airport bleibt nach jüngsten Angaben des Betreibers mindestens bis Freitag um 2.00 Uhr dicht. Ob der Flugbetrieb danach wieder aufgenommen werden kann, ist offen. Urlauber hoffen jedenfalls auf Rückkehr zum regulären Flugbetrieb.
Seit mehreren Tagen beeinträchtigt der jüngste Ausbruch von Europas aktivstem Vulkan den Flugverkehr auf Sizilien. Hunderte Verbindungen wurden gestrichen, verspätet oder umgeleitet. Die Sperre in Catania wurde in den vergangenen Tagen mehrfach verlängert. Erst am Mittwochnachmittag hatte der Flughafenbetreiber mitgeteilt, dass der Airport bis Donnerstag um 16.00 Uhr geschlossen bleiben soll. Dann die abermalige Verlängerung.
Bis Dienstag waren nach Angaben der Behörden rund 700 Flüge betroffen. Etwa 450 wurden ganz gestrichen und rund 250 wurden auf andere Flughäfen auf der Insel verlegt – etwa auf den kleineren Flughafen von Comiso bei Ragusa oder den Airport der Inselhauptstadt Palermo im Norden Siziliens.
Chaotische Zustände am Flughafen
Für viele Reisende bedeuteten die Umleitungen zusätzliche Fahrten durch Sizilien. Einige verbrachten ihre Tage und Nächte am Flughafen und warteten dort auf Informationen zu ihren Flügen. Fluggesellschaften organisierten teilweise Busverbindungen zwischen den verschiedenen Flughäfen. Dennoch kam es in den vergangenen Tagen zu chaotischen Zuständen in Catania.
Reisende berichteten von kurzfristigen Benachrichtigungen über die Verlegung des Abflugs nach Palermo, ausgebuchten Zügen und völlig überteuerten Taxipreisen. Mancher Urlauber benötigte mehrere Tage, um Sizilien wieder zu verlassen und mit umständlichen Umstiegen an ihr Reiseziel zu gelangen.
Der Ätna sorgt immer wieder für Einschränkungen am Flughafen von Catania. Erreicht Vulkanasche den Luftraum oder die Start- und Landebahnen, wird der Flugbetrieb aus Sicherheitsgründen eingeschränkt oder eingestellt. Die aktuelle Aktivität hält inzwischen seit Tagen an. Bereits Anfang Juli rumorte der Ätna, zwischenzeitlich musste schon damals der Flugbetrieb eingestellt werden.
Dauer der Airport-Sperre ungewiss
Wie lange die aktuelle Sperre dauert, hängt von der weiteren Entwicklung der Aschewolke ab. Reisende müssen deshalb auch am Donnerstag mit kurzfristigen Änderungen rechnen. Der Flughafenbetreiber rät den Passagieren, den Status ihres Fluges bei der jeweiligen Fluggesellschaft zu überprüfen.
Das jüngste Reisechaos hat die Debatte über Alternativen zum Flughafen von Catania neu entfacht. Seit Jahren wird über eine stärkere Nutzung anderer Flughäfen diskutiert. Comiso ist dabei eine mögliche Ausweichoption, kann das Verkehrsaufkommen von Catania aber nicht komplett übernehmen.
Verkehrsexperten halten dagegen bessere Verbindungen zwischen den bestehenden Flughäfen auf der Mittelmeerinsel für die effizientere Lösung. Investitionen in Bahnstrecken und Straßen würden demnach helfen, den Verkehr bei einer Sperrung schneller auf andere Flughäfen zu verlagern.
UPDATE:
Catania (dpa) - Während am Ätna glühende Lavaströme den Hang hinabfließen, Asche in den Himmel steigt und der Vulkan spektakuläre Bilder bietet, sind es für Tausende Urlauber auf der italienischen Mittelmeerinsel Sizilien nervenaufreibende Tage. Wegen der Aschewolken ist der Flugbetrieb Flughafen Catania unweit des Ätnas lahmgelegt: Der Airport bleibt heute mindestens bis 18.00 Uhr geschlossen - womöglich wird die Sperre darüber hinaus verlängert.
- Der Ätna-Ausbruch lässt Starts und Landungen in Catania derzeit nicht zu.
- Foto: Tommaso Sfregola/JNA via ZUMA Press Wire/dpa
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Für eine österreichische Urlauberin beispielsweise wurde der Vulkanausbruch zur persönlichen Odyssee. Ihr Flug sollte ursprünglich am Montagmorgen starten, zunächst wurden mehrere Flüge gestrichen. Kurz darauf sagte die Airline auch ihren Flug ab. «Es war echt knapp», erzählte sie der Deutschen Presse-Agentur. Glück hatte sie, weil sie zu diesem Zeitpunkt noch in ihrer Unterkunft im Zentrum von Catania war. Sonst hätte sie mitten im Chaos am Flughafen gestanden.
Lange Schlangen, überfüllte Schalter am Flughafen
Denn am Flughafen zeigt sich das ganze Ausmaß des Reisechaos: Lange Schlangen bildeten sich vor den Schaltern der Airlines, Reisende suchten verzweifelt nach Alternativen, Flüge werden teils kurzfristig gestrichen, verspätet oder umgeleitet. Familien stehen mit ihren Koffern verzweifelt auf dem Airport und richten sich erst einmal notgedrungen auf den Sitzbänken ein.
«Es gibt Menschen, die sich keine Hotelübernachtungen leisten können, und andere, die hier sind und hoffen, dass sich die Lage jeden Moment bessert und sie abreisen können», sagte Anna Quattrone von der Betreibergesellschaft des Flughafens der Tageszeitung «La Repubblica».
Und in der Warteschlange vor einem Info-Schalter sagte eine italienische Passagierin der Zeitung: «Der Urlaub war wunderschön, aber dieses Ende hätten wir uns wirklich sparen können.» Es herrsche großes Chaos und niemand sage etwas: «Wir navigieren auf Sicht und behalten die Anzeigetafeln im Auge.»
Mehrere Stunden am Handy zum Umbuchen
Für die Österreicherin gestaltete sich Suche nach einer Alternative auch schwierig. Das Buchungsportal der Airline war überlastet. Mehrere Stunden habe sie mit Umbuchungsversuchen verbracht, über App, Chatbot und Kundenservice. Am Ende entschied sie sich für eine umständliche Verbindung mit mehrmaligem Umsteigen vom italienischen Festland aus. Um aber dort hinzukommen, musste sie den Zug inklusive Fährfahrt nehmen, um von Neapel abfliegen zu können.
Ihre Erfahrung steht beispielhaft für die derzeit angespannte Lage. Wer Catania und die Gegend an der Ostküste Siziliens verlassen will, weicht - wenn er kann - auf andere Flughäfen aus. Die Inselhauptstadt Palermo ist zwar nicht von der Aschewolke betroffen, in der Hauptreisezeit sind viele Verbindungen am dortigen Flughafen jedoch bereits ausgebucht. Andere Reisende nehmen den Zug Richtung Festland. Doch auch dort sind die Kapazitäten inzwischen sehr begrenzt.
Wie lange bleibt der Airport geschlossen?
Für viele Urlauber bleibt nun die bange Frage, wann und wie sie überhaupt nach Hause kommen. Für die Reisenden in Catania heißt das also weiter: warten. Der Flughafen bleibt wegen der Asche bis mindestens 18.00 Uhr komplett geschlossen. Ob danach wieder Flugzeuge starten und landen können, ist aber offen. Es ist nicht klar, wie oft die Sperre noch verlängert wird. Entsprechend groß ist die Unsicherheit bei den Passagieren, die auf ihre Heimreise warten.
Die österreichische Urlauberin hat es inzwischen aufs Festland geschafft. Für sie ist vor allem eines hängen geblieben: «Es war aufregend.» Und sie fügt hinzu: Für Menschen, die weniger reiseerfahren sind oder mit digitalen Buchungen nicht gut zurechtkommen, könne die Situation «sehr viel stressiger» sein. Für Familien mit kleinen Kindern oder ältere Menschen dürfte die Lage zwischen Warteschlangen, Schaltern und Koffern belastender gewesen sein.
Vulkan liefert spektakuläre Bilder, aber sorgt für Reisechaos
Und so wird der Ätna für manche Urlauber vom spektakulären Fotomotiv zum unfreiwilligen Reisebegleiter. Lava, Asche und Rauch gehören vor Ort zum Leben mit dem Vulkan - Ausbrüche sind keine Seltenheit. Doch wenn die Aschewolken den Flugverkehr treffen, beginnt jedes Mal aufs Neue das Reisechaos. Die glühende Lava ist faszinierend, doch wer ihretwegen nicht nach Hause kommt, dürfte das Naturschauspiel mit gemischten Gefühlen betrachten.
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Catania (dpa) - Mitten in der Hauptreisezeit bleibt der Flughafen von Catania wegen des jüngsten Ausbruchs des Vulkans Ätna weiter dicht. Der Airport auf der italienischen Mittelmeerinsel Sizilien ist wegen der Sperre des Luftraums mindestens bis um 18.00 Uhr geschlossen - zunächst hatte die Sperre bis 11.00 Uhr gegolten. Tausende Urlauber auch aus dem Ausland sind davon betroffen.
Europas aktivster Vulkan stößt bereits seit Freitag große Mengen Asche und glühende Gesteinsbrocken aus. Aus zwei Schloten in 2.360 Metern und 2.750 Metern Höhe drangen nach Angaben des italienischen Instituts für Geophysik und Vulkanologie (INGV) dicke Lavaströme nach draußen. Zuletzt bildeten sich zwei weitere neue Lavaströme, die aus dem Vulkan herausflossen.
Viele wollen nun den Zug nehmen
Seit Freitag ist der Flugbetrieb bereits beeinträchtigt. Komplett gesperrt ist der Luftraum erst seit wenigen Tagen. Jetzt im Hochsommer mitten in der Urlaubszeit, wenn auch viele Reisende aus dem Ausland auf der Insel sind, sorgt das für große Probleme. Bei der Abreise versuchen nun viele, auf den Flughafen der Inselhauptstadt Palermo oder auf den Zug auszuweichen.
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