Jeder vierte geht wegen Rückenschmerzen zum Arzt

(Foto: AOK)
Nürnberg: AOK | Nürnberger vom Volksleiden besonders betroffen

Von Rückenschmerzen geplagt – das hat fast jeder schon einmal erlebt. Akute Rückenschmerzen können auch harmlose Ursachen haben und verschwinden dann schnell wieder. „Halten die Schmerzen aber an, sind sehr intensiv oder kommen immer wieder, ist ein Arztbesuch ratsam“, so Julia Jakob, Expertin für Betriebliches Gesundheitsmanagement von der AOK in Mittelfranken. Im vergangenen Jahr suchten in Nürnberg aufgrund dieses Krankheitsbildes fast 50.000 Versicherte der AOK einen Arzt auf. Im gleichen Zeitraum ging in ganz Bayern gut jeder fünfte Versicherte bei der Gesundheitskasse wegen Rückenschmerzen zum Arzt, das waren fast 985.000 Betroffene. In Nürnberg lag der Anteil der Patienten mit Rückenschmerzen damit 2,55 Prozentpunkte über dem Bayernwert von 21,0 Prozent. Der bundesweite Durchschnitt lag mit 20,7 Prozent knapp unter dem bayerischen Wert. Das zeigen aktuelle Auswertungen der AOK Bayern.

Schmerzhaft für Patienten, kostspielig für Unternehmen
Rückenschmerzen und weitere Muskel-Skelett-Erkrankungen führten bei den erwerbstätigen Versicherten der AOK Bayern auch zu den meisten Fehltagen im vergangenen Jahr. Sie waren für fast ein Viertel der Krankheitstage verantwortlich. Alleine Rückenschmerzen verursachten 3,1 Millionen Fehltage. Die Kosten für Produktionsausfall wegen Arbeitsunfähigkeit durch Muskel-Skelett-Erkrankungen in Deutschland belaufen sich nach aktuellster Schätzung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) auf 14,1 Milliarden Euro.

AOK unterstützt mit neuem Angebot
„Wir unterstützen Unternehmen aus unserer Region bei der betrieblichen Gesundheitsförderung jetzt mit einem neuen Angebot im Bereich Rückengesundheit, dem sogenannten AOK-Ergo-Guide-Büro“, so die Expertin für Betriebliches Gesundheitsmanagement. In einer eintägigen Schulung vermitteln Fachleute anhand von Fallbeispielen Grundlagen der Ergonomie und der ergonomischen Einrichtung eines Büroarbeitsplatzes. Die AOK-Ergo-Guides können das Erlernte dann direkt in ihrem Betrieb umsetzen. „Ergeben sich dabei fachliche Fragen, helfen unsere Bewegungsfachkräfte den Ergo-Guides natürlich auch nach der Schulung kompetent weiter“, so Julia Jakob. Die Ausbildung endet mit einer Zertifikatsverleihung. Bayernweit haben bereits 22 Teilnehmer das Zertifikat erhalten. Kooperationspartner ist das Institut für Betriebliche Gesundheitsberatung (IFBG).

Im vergangenen Jahr hat die AOK Bayern mehr als 3.200 Unternehmen im Freistaat mit insgesamt 8.760 Gesundheitsaktivitäten beim betrieblichen Gesundheitsmanagement unterstützt. Allein im AOK-Direktionsbereich Mittelfranken nutzen jährlich rund 400 Unternehmen diesen Service. Mit arbeitsplatzbezogenen Rückenschulungen, Trainingsmaßnahmen und praktischen Anregungen für rückengerechtes Arbeiten ist die Rückengesundheit dabei ein wichtiger Schwerpunkt.
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