Der Winter kommt: So geht die Starthilfe fürs Auto

Starthilfe fürs Auto: So geht's. (Foto: CC0 Creative Commons, pixabay.com)

SERVICE (ga/fi) - In der kalten Jahreszeit sind Autobatterien besonders gefordert. Licht, Standheizung und Klimaanlage sind häufig eingeschaltet und die tiefen Temperaturen tun ein Übriges, um die Autobatterie in die Knie zu zwingen. Startprobleme sind häufig die Folge. Für schnelle Abhilfe sorgen in diesen Fällen Starthilfekabel und die Stromspende durch ein anderes Fahrzeug.



Nicht jedes Starthilfekabel eignet sich für jedes Auto

Grundsätzlich besteht jedes Starthilfe-Set aus zwei Kabeln. Einem roten und einem schwarzen mit je einer Polzange an beiden Enden für die Befestigung. Wichtig ist der Querschnitt der Kabel. Der Kabelquerschnitt muss ausreichend groß sein, damit die Kabel bei der Starthilfe nicht heiß werden oder zu glühen beginnen. Für kleine Benzinmotoren reichen Kabel mit einem Querschnitt von 20 Quadratmillimeter. Für große Benzin- und Dieselmotoren sind Starthilfekabel mit mindestens 35 Quadratmillimetern Querschnitt erforderlich. Der Kabelquerschnitt ist auf der Verpackung oder in der Produktbeschreibung des Autozubehör Shops angegeben.

Auf die richtige Verbindung kommt es an

Für die Starthilfe stehen sich beide Fahrzeuge optimalerweise ganz nah gegenüber oder seitlich nebeneinander. Motor und alle Verbraucher sind abgeschaltet. Als Erstes wird die Polzange des roten Kabels an den Pluspol der Batterie des Autos angeklemmt, das die Starthilfe benötigt. Danach wird das Kabel mit dem Pluspol der Batterie im Spenderauto verbunden. Das schwarze Kabel wird danach an den Minuspol der Batterie des Spenderautos und anschließend an einen sogenannten Massenpunkt im Empfängerauto angeklemmt. Der Massenpunkt ist ein blankes Metallteil oder ein vom Fahrzeughersteller dafür vorgesehener Kontakt im Motorraum. Bei manchen Fahrzeugen befindet sich die Batterie nicht im Motorraum, sondern wurde zum Beispiel unter der Rücksitzbank eingebaut. Bei diesen Fahrzeugen befinden sich mit Plus und Minus gekennzeichnete Kontaktstellen im Motorraum, an denen die Polzangen des Starthilfekabels angeklemmt werden können.

Motor starten und Starthilfekabel wieder entfernen

Sitzen alle Kabel an der richtigen Stelle, wird der Motor des Spenderautos gestartet. Der Motor sollte ein paar Minuten laufen, bevor ein Startversuch beim Empfängerauto unternommen wird. Manchmal sind mehrere Startversuche erforderlich, bevor der Motor anspringt. Wenn der Motor angesprungen ist, empfiehlt es sich, im Empfängerauto ein oder zwei große Stromverbraucher, zum Beispiel Heckscheibenheizung oder Gebläse einzuschalten. Dadurch werden Spannungsspitzen abgefangen, die eventuell beim Entfernen der Starthilfekabel entstehen und die Elektronik im Fahrzeug beschädigen können. Die Starthilfekabel werden anschließend in der umgekehrten Reihenfolge - erst schwarz dann rot - wieder entfernt. Auf der Seite des ADAC gibt es weitere Tipps zur Starthilfe.
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