Kosten: 16,8 Millionen Euro
Ausbau des Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände beginnt

Das Dokumentationszentrum auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände in Nürnberg.
  • Das Dokumentationszentrum auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände in Nürnberg.
  • Foto: picture alliance / dpa/Archivbild
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NÜRNBERG (pm/nf) - Aufgrund gestiegener Besucherzahlen wird das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände in Nürnberg ab September 2020 vom städtischen Hochbauamt ausgebaut. Die Kosten hierfür betragen rund 16,8 Millionen Euro. Bis auf eine kurze Schließzeit zwischen Anfang Januar und Mitte Februar 2021 ist das Dokumentationszentrum weiterhin für Besucherinnen und Besucher geöffnet.

Der Ausbau des Dokumentationszentrums wurde notwendig, da sich die Besucherzahlen von jährlich ursprünglich 100.000 Personen auf zuletzt 310.000 erhöht haben. Daher werden nun im Zuge der Baumaßnahmen die Ausstellungsflächen erweitert, ein neuer Saal für Vorträge und Seminare installiert sowie ein neuer Standort für die Gastronomie geschaffen. Außerdem wird die Besucherführung verbessert, das heißt es entsteht mehr Platz für Besuchergruppen, es werden neue Besuchertoiletten eingebaut und die Barrierefreiheit verbessert.

Zum Baubeginn freut sich Planungs- und Baureferent Daniel F. Ulrich: „Nach einer intensiven Planungsphase können wir dieses wichtige Projekt nun beginnen. Das Planungsteam vom Nürnberger Architekturbüro Fritsch, Knodt, Klug + Partner hat sehr gute Lösungen gefunden, das Haus behutsam weiterzuentwickeln. Dabei wird gleichzeitig der Charakter der hervorragenden Intervention von Günter Domenig bewahrt.“

Bürgermeisterin Prof. Dr. Julia Lehner betont die mit den Baumaßnahmen verbundene zukunftsgerichtete Aufwertung des bedeutenden Lern- und Wissensortes: „Mit dem Ende der Zeitzeugenschaft, in Zeiten steigenden Antisemitismus und Rassismus wird die Auseinandersetzung mit der Geschichte des Nationalsozialismus immer wichtiger. Es ist unsere Pflicht, gerade in Nürnberg die Erinnerung wach zu halten und auf die immer neuen Fragen der nächsten Generationen einzugehen. Daher freut es mich sehr, dass wir mit dem Ausbau die erfolgreiche Arbeit des Dokumentationszentrums weiterhin auf höchstem musealen wie wissenschaftlichen Niveau halten können.“

Die Dauerausstellung ist noch bis Jahresende 2020 geöffnet. Nach einer kurzen Schließzeit wird es ab Mitte Februar 2021 für mindestens zwei Jahre eine neu gestaltete Interimsausstellung in einem abgetrennten Bereich geben. Das heißt, für die gesamte Bauzeit ist ein Bildungsangebot für die vielen Besucherinnen und Besucher aus dem In- und Ausland sichergestellt. Außerdem ist für die Zeit der Baumaßnahme der Bereich um das Dokumentationszentrum weiterhin für Besucherinnen und Besucher erreichbar, auch der Serenadenhof beziehungsweise der Konzertsaal der Nürnberger Symphoniker ist nach wie vor mit dem Pkw zu erreichen.

Die Baumaßnahme wird bis Anfang 2023 abgeschlossen, anschließend wird die neue Dauerausstellung eingebaut. Eine Wiedereröffnung des Hauses ist somit in der zweiten Jahreshälfte 2023 vorgesehen.Die Förderung der Ausbaumaßnahme setzt sich aus sieben Millionen Euro vom Bund im Rahmen des Förderprogramms „Nationale Projekte des Städtebaus“, drei Millionen Euro vom Land und eine Million Euro aus der Städtebauförderung zusammen.

Autor:

Nicole Fuchsbauer aus Nürnberg

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