Bayerns Innenminister Joachim Herrmann zieht für das 1. Halbjahr 2015 positive Verkehrsunfallbilanz: Deutlich weniger Unfalltote und Verletzte auf Bayerns Straßen

"Wir hatten auf Bayerns Straßen in den ersten sechs Monaten deutlich weniger Unfalltote und Verletzte zu beklagen, vor allem auf unseren Landstraßen." Das hat Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann zur bayerischen Verkehrsunfallstatistik für das 1. Halbjahr 2015 mitgeteilt. Auch die Alkoholunfälle gingen erheblich zurück, genauso wie die Rad- und Motorradunfälle. "Dieser positive Trend ist für uns ein Ansporn, die umfassenden Maßnahmen unseres Bayerischen Verkehrssicherheitsprogramms 'Bayern mobil - sicher ans Ziel' weiter konsequent umzusetzen", kündigte Herrmann an. "Unter anderem wird die Bayerische Polizei intensive Geschwindigkeitskontrollen durchführen, da nicht angepasste Geschwindigkeit auch in diesem Jahr die Hauptunfallursache für schwere Unfälle ist." Besondere Kontrollschwerpunkte seien beispielsweise zum Schuljahresbeginn Mitte September geplant. Auch werde es spezielle Aktionen der Polizei zur Gurtpflicht und zur Kindersicherung im Auto geben.

Von Januar bis Juni dieses Jahres nahm die Bayerische Polizei 182.151 Verkehrsunfälle auf (Vorjahreszeitraum: 177.906). 268 Menschen kamen ums Leben (-11,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr). 31.028 Personen wurden verletzt (–6,4 Prozent). Zwar gab es auf Landstraßen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 5,4 Prozent mehr Unfälle (insgesamt 52.022), die Zahl der Verletzten ging aber auf 10.500 (-4,8 Prozent) und die Zahl der Getöteten auf 158 (-16,4 Prozent) zurück. 8.421 Verkehrsunfälle auf Bayerns Straßen waren auf nicht angepasste Geschwindigkeit zurückzuführen (+13,7 Prozent). 80 Menschen kamen durch Raser ums Leben (-15,8 Prozent). Die Zahl der Radunfälle ist auf 6.143 gesunken (-10,5 Prozent), die Zahl der Motorradunfälle auf 3.737 (-16,8 Prozent). Um 8,5 Prozent nahm die Zahl der Unfälle unter Alkoholeinfluss ab (insgesamt 1.987). Dabei wurden 20 Personen getötet (1. Hj. 2014: 34). Die Zahl der Unfälle unter Drogeneinfluss nahm um 17,5 Prozent zu (insgesamt 168). Zwei Personen wurden dabei getötet (1. Halbjahr 2014: 2).

Quelle: Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr

Autor:

Archiv MarktSpiegel aus Nürnberg

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