Zusammenschluss am 1. Januar 2027
Klinik Hallerwiese-Cnopfsche Kinderklinik: Medizinkonzept stellt Weichen für Übergang
- Zusammen in eine starke Zukunft: Die Vorstandsmitglieder des Klinikums Nürnberg Prof. Dr. Achim Jockwig (4. v. re.), Tobias Ludwig (Mitte hinten) und Sabine Beßler (6. v. li.) gemeinsam mit Mitarbeitenden verschiedener medizinisch-pflegerischer Berufe der Klinik Hallerwiese-Cnopfsche Kinderklinik und des Klinikums Nürnberg.
- Foto: Rudi Ott, Klinikum Nürnberg
- hochgeladen von Nicole Fuchsbauer
NÜRNBERG (jpm/nf) – Zum 1. Januar 2027 übernimmt das Klinikum Nürnberg die Klinik Hallerwiese-Cnopfsche Kinderklinik. Mit einem gemeinsamen Medizinkonzept haben beide Häuser jetzt die Grundlage für die künftige medizinische Zusammenarbeit geschaffen.
Das Konzept setzt Schwerpunkte für die Weiterentwicklung der Nürnberger Klinikstandorte und sichert eine langfristig leistungsfähige Versorgung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in der Region. Für Mitarbeitende und Patienten bleibt das medizinische Angebot im Jahr 2027 weitgehend unverändert.
Ziel ist es, bei der Integration der Klinik Hallerwiese-Cnopfsche Kinderklinik in das Klinikum Nürnberg ab 1. Januar 2027 die Stärken der Standorte gezielt zu nutzen, Doppelstrukturen zu vermeiden und Kompetenzen auszubauen. Die Arbeitsgruppen berücksichtigen organisatorische und wirtschaftliche Bedingungen ebenso wie Strukturvorgaben der Krankenhausreform und den Versorgungsbedarf im Raum Nürnberg.
Das Medizinkonzept, das den Mitarbeitenden beider Häuser am 8. Juli vorgestellt wurde, legt die künftige fachliche Ausrichtung der Klinikstandorte fest. Es sieht je nach Fachbereich örtliche Bündelungen, Spezialisierungen und Verlagerungen vor. Die Umsetzung erfolgt schrittweise. Im Übergangsjahr 2027 geht der Betrieb für Mitarbeitende sowie für Patientinnen und Patienten im Wesentlichen wie gewohnt weiter. Die meisten strukturellen Änderungen greifen ab 2028, also erst, wenn die aktuell entstehenden Kinderklinik-Neubauten beider Häuser in Betrieb sind.
Klinik Hallerwiese wird als Frauenklinik mit Geburtshilfe gestärkt
In der Geburtshilfe behalten sowohl der Campus Süd in Nürnberg-Langwasser als auch der künftige Campus Hallerwiese in St. Johannis ihre großen Abteilungen langfristig mit bewährter Kapazität bei. Mittelfristig wird der Campus Hallerwiese in seiner langen Tradition als Frauenklinik gestärkt: Ab 2028 verlagert das Klinikum Nürnberg seine Frauenheilkunde – also die gynäkologische Versorgung mit Ausnahme des Bereichs Geburtshilfe – vollständig dorthin. Somit entsteht auf dem Campus Hallerwiese eine große Frauenklinik mit etabliertem Brustzentrum und familienorientierter Geburtshilfe; die Klinik kann künftig sektorenübergreifend hochspezialisierte Behandlungen unter einem Dach anbieten.
Maximalversorgung in der Metropolregion
Die Klinik Hallerwiese-Cnopfsche Kinderklinik und das Klinikum Nürnberg als Maximalversorger spielen eine wichtige Rolle für die stationäre Versorgung in der Metropolregion Nürnberg, insbesondere von Neugeborenen, Kindern und Jugendlichen sowie Schwangeren. In der Geburtshilfe betreuten beide Häuser zuletzt jeweils rund 3.000 Geburten pro Jahr. In den Bereichen Pädiatrie, Neonatologie und Kinderchirurgie behandelt jedes Haus insgesamt rund 7.000 stationäre Patienten pro Jahr. Das medizinische Angebot inklusive Notfallversorgung steht rund um die Uhr bereit. Beide Krankenhäuser errichten aktuell an ihrem jeweiligen Standort einen Neubau für ihre Kindermedizin.
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