Betrugswelle in Mittelfranken
Polizei warnt vor falschen Nachrichten im Namen von Trade Republic
- Polizei warnt vor Betrug: Phishing mit Kundendaten von Trade Republic. (Symbolbild)
- Foto: Christoph Dernbach/dpa
- hochgeladen von Arthur Kreklau
Nürnberg (dpa/lby/ak) – Mit täuschend echt gestalteten E‑Mails, SMS und Telefonanrufen bringen Betrüger derzeit Anlegerinnen und Anleger in Mittelfranken um erhebliche Summen. Nach Angaben der Polizei beläuft sich der Schaden bereits auf mehrere Hunderttausend Euro. Besonders im Visier stehen Nutzer der Trading‑Plattform Trade Republic, deren Name die Täter gezielt missbrauchen, um Vertrauen zu erschleichen. In sechs Fällen waren sie zuletzt erfolgreich, die Ermittlungen laufen.
In den vergangenen Wochen verschickten die Täter Nachrichten, in denen sie ihre Opfer aufforderten, über Links persönliche Daten, Passwörter oder Dokumente preiszugeben. Andere Betroffene erhielten SMS mit angeblichen Warnungen vor gehackten Konten oder offenen Zahlungsforderungen. Um das vermeintliche Guthaben zu sichern, sollten die Kunden es auf ein angeblich geschütztes Wallet übertragen. Teilweise führten die Betrüger lange Telefonate, um die Überweisungen zu begleiten. Nach dem Transfer war das Geld für die Betroffenen nicht mehr erreichbar.
Trade Republic reagiert inzwischen selbst auf die Betrugsserie und warnt seine Kundschaft ausdrücklich. Das Unternehmen betont, dass SMS ausschließlich zur Übermittlung einmaliger Log‑in‑Codes genutzt werden. Weder würden Links verschickt noch Aufforderungen zum Anrufen bestimmter Nummern oder zum Verschieben von Guthaben in andere Wallets ausgesprochen.
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