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Sonnenallergie - Schattenseite der Sonne

Feucht, den 22.06.2016

KKH: Glas schützt nicht vor UVA-Strahlen / Tipps zur Vorbeugung

Für viele ist sie das Lebenselixier schlechthin: die Sonne mit ihren hellen, wärmenden Strahlen. Sie beeinflusst unsere Gesundheit wesentlich, steuert die innere Uhr, stärkt das Immunsystem, die geistige Leistungsfähigkeit und hebt die Laune. Obendrein bräunt sie. Doch während bei den einen ein Sonnenbad zu makelloser Bräune führt, reagiert bei anderen die Haut überempfindlich auf das UV-Licht. Die Folge: Bläschen, fleckige Rötungen und Pusteln meist mit Juckreiz. Etwa 10 bis 20 Prozent der Deutschen leiden unter der sogenannten Sonnenallergie, darunter vor allem Frauen und Menschen helleren Hauttyps. „Die Symptome zeigen sich bei Betroffenen an Hautpartien, die direktem Sonnenlicht ausgesetzt sind, wie Gesicht, Hals, Armen oder Handrücken“, erklärt Wolfgang Lenhard von der KKH - Kaufmännische Krankenkasse in Feucht.

Die Sonnenallergie ist aus medizinischer Sicht keine richtige Allergie. Ärzte sprechen vielmehr von der polymorphen Lichtdermatose. Die Ursachen hierfür sind noch nicht eindeutig geklärt. Im Frühjahr und Frühsommer tritt die Sonnenallergie am häufigsten auf. Dann ist die Haut noch nicht so an die Sonne gewöhnt. Die Hautirritationen zeigen sich Stunden oder wenige Tage nach intensiver Sonnenbestrahlung.
„Im Akutfall gilt: Sofort raus aus der Sonne“, so Wolfgang Lenhard. „Und besorgen Sie sich eine kühlende Salbe oder ein Gel aus der Apotheke zur Linderung der Hautirritationen und des Juckreizes.“ In der Regel klingen die Beschwerden nach einigen Tagen ab. Sind sie stark, sollte ein Arzt um Rat gefragt werden. Eventuell ist die Einnahme von Antihistaminika oder sogar rezeptpflichtiger Kortisonpräparate nötig. Für Linderung sorgen auch kalte Umschläge oder Quarkumschläge, da Quark entzündungshemmend wirkt.

Wer empfindsam auf die UV-Strahlen der Sonne reagiert, sollte sich vorbeugend schützen:

- Ob Frühsommer oder Urlaubsbeginn: Nehmen Sie nicht gleich ein volles Sonnenbad, sondern gewöhnen Sie Ihren Körper in kleinen Dosen an die UV-Strahlen.

- Meiden Sie die Mittagssonne, die besonders intensiv strahlt! Suchen Sie sich schattige Plätze. Da die UV-Strahlen auch dorthin gelangen, im Schatten ebenfalls für Sonnenschutz sorgen.

- UVA-Strahlen gehen - anders als UVB-Strahlen - auch durch Glas. Sonnenallergiker sollten daher vor langen Autofahrten oder im Fall eines verglasten, sonnigen Büroplatzes auf ausreichenden Lichtschutz achten.

- Verwenden Sie hochwertige Sonnenschutzmittel mit mindestens Lichtschutzfaktor 30 sowie hohem UV-A- und auch UV-B-Schutz. Auch sollte Sonnencreme, -milch oder -spray frei von Duft- und Konservierungsstoffen sein. Sonnenallergiker lassen sich am besten in der Apotheke beraten. Und: Nicht an Sonnenschutzmitteln sparen, sondern reichlich damit eincremen und nach starkem Schwitzen oder Baden erneut auftragen.

- Lange, atmungsaktive Kleidung und einen Sonnenhut zum Schutz tragen. Der Handel bietet lichtundurchlässige Textilien aus speziellen Materialien und Farben.

- Sonnenallergikern kann die regelmäßige Einnahme von Beta-Carotin etwa acht Wochen vor dem Start in den Urlaub helfen, rechtzeitig die Schutzfunktion der Haut vor UV-Strahlen aufzubauen. Präventiv soll auch die Einnahme von Kalzium wirken, obwohl bislang nicht nachgewiesen. Fragen Sie einen Arzt oder Apotheker um Rat.

Wer sich grämt, durch Prävention auf attraktive Bräune verzichten zu müssen, sollte bedenken: Der Schutz vor Sonnenlicht beugt nicht nur Falten, sondern vor allem möglichem Hautkrebs vor!

Ihr Ansprechpartner vor Ort:

KKH - Kaufmännische Krankenkasse

Gesetzliche Krankenkasse

Wolfgang Lenhard

Telefon: 0 91 28.72 27 36

Internet: http://www.kkh.de

Die KKH ist eine der größten bundesweiten gesetzlichen Krankenkassen mit 1,8 Millionen Versicherten. Sie gilt als Vorreiter für innovative Behandlungsmodelle in der gesetzlichen Krankenversicherung. Rund 4.000 Mitarbeiter bieten einen exzellenten Service, entwickeln zukunftsweisende Gesundheitsprogramme und unterstützen die Versicherten bei der Entwicklung gesundheitsfördernder Lebensstile. Das jährliche Haushaltsvolumen beträgt rund 5,5 Milliarden Euro. Hauptsitz der KKH ist Hannover

Autor:

Wolfgang Lenhard aus Nürnberger Land

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