1. COVID-Atlas für Nürnberg
Corona-Infektionszahlen in den Stadtteilen

Die Karten zeigen kleinräumige Analysen zum Corona-Infektionsgeschehen in Nürnberg anhand der COVID-PIS-Datenbank des Gesundheitsamts, die für die Kontaktnachverfolgung und infizierte Personen (Indexfälle) entwickelt wurde. Die abgebildete Karte zeigt in Farbabstufungen die Anzahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Personen an der Bevölkerung in statistischen Bezirken von März bis Mai 2021 in Zahlen.
3Bilder
  • Die Karten zeigen kleinräumige Analysen zum Corona-Infektionsgeschehen in Nürnberg anhand der COVID-PIS-Datenbank des Gesundheitsamts, die für die Kontaktnachverfolgung und infizierte Personen (Indexfälle) entwickelt wurde. Die abgebildete Karte zeigt in Farbabstufungen die Anzahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Personen an der Bevölkerung in statistischen Bezirken von März bis Mai 2021 in Zahlen.
  • Foto: Stadt Nürnberg / Amt für Statistik und Stadtforschung
  • hochgeladen von Nicole Fuchsbauer

NÜRNBERG (pm/nf) - Das Corona-Infektionsgeschehen in den Nürnberger Stadtteilen wird nun doch auch im Internet dargestellt. In der heutigen Stadtratssitzung  präsentierte Gesundheitsreferentin Britta Walthelm anhand von Karten die Verteilung des COVID 19-Infektionsgeschehens im Stadtgebiet Nürnberg. Dabei zeigte sich, dass das Infektionsgeschehen in den Teilgebieten der Stadt durchaus unterschiedlich verlief und verläuft. In den vergangenen Tagen war Gesundheitsreferentin Britta Walthelm wegen falscher Infektionszahlen in die Kritik geraten. 

Auf Grundlage der Daten des Gesundheitsamts hat das Amt für Stadtforschung und Statistik Karten erstellt, die die Verteilung in den Stadtteilen zeigen. Eine Karte zeigt in Farbabstufungen die Anzahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Personen an der Bevölkerung in statistischen Bezirken von März bis Mai 2021 in Zahlen („dritte Welle“). Eine weitere Karte bildet den Anteil der positiv getesteten Personen an der Bevölkerung in Prozent ab. Eine Tabelle verdeutlicht das Infektionsgeschehen in den statistischen Bezirken. „Die detaillierten Darstellungen ermöglichen es, noch gezieltere Impfmaßnahmen zu ergreifen. So wurde zum Beispiel mit Impfungen an sechs Ausgabestellen der Nürnberger Tafel bereits am Montag, 17. Mai 2021, begonnen“, sagt Gesundheitsreferentin Britta Walthelm.

Die Karten zeigen kleinräumige Analysen zum Corona-Infektionsgeschehen in Nürnberg anhand der COVID-PIS-Datenbank des Gesundheitsamts, die für die Kontaktnachverfolgung und infizierte Personen (Indexfälle) entwickelt wurde. Die abgebildete Karte bildet den Anteil der positiv getesteten Personen an der Bevölkerung in Prozent ab.
  • Die Karten zeigen kleinräumige Analysen zum Corona-Infektionsgeschehen in Nürnberg anhand der COVID-PIS-Datenbank des Gesundheitsamts, die für die Kontaktnachverfolgung und infizierte Personen (Indexfälle) entwickelt wurde. Die abgebildete Karte bildet den Anteil der positiv getesteten Personen an der Bevölkerung in Prozent ab.
  • Foto: Stadt Nürnberg / Amt für Statistik und Stadtforschung
  • hochgeladen von Nicole Fuchsbauer

6,2 Prozent der Nürnberger infiziert

Insgesamt wurden seit April 2020 bis heute etwa 6,2 Prozent der Nürnbergerinnen und Nürnberger als infiziert gemeldet. Überdurchschnittlich viele von ihnen wohnen in der Süd- und Weststadt, weniger Fälle sind im Stadtnorden zu verzeichnen. Auch von den „Wellen“ der Pandemie waren die Stadtteile unterschiedlich betroffen. Im statistischen Bezirk 40 Hasenbuck beispielsweise waren seit Beginn der Pandemie 9,8 Prozent der Bevölkerung als infiziert gemeldet, was den städtischen Durchschnitt von 6,2 Prozent weit übertrifft. Aber in der „dritten Welle“, im Zeitraum seit 1. März 2021, liegt der Anteil der als infiziert Registrierten im Bezirk Hasenbuck bei 1,7 Prozent der Bevölkerung, ist also sogar etwas geringer als der Infektionsanteil in ganz Nürnberg in der dritten Welle mit 1,8 Prozent.

Armut beeinflusst Gesundheit

„Den aus vielen Studien bekannten Zusammenhang zwischen Armut und Gesundheit lassen die Zahlen für Nürnberg leider auch in der Pandemie vermuten. Ungleiche Lebens- und Arbeitsbedingungen und die soziale Ungleichverteilung von Vorerkrankungen sind mögliche Ursachen dafür, dass Menschen in Stadtteilen mit einer höheren sozialen Belastung auch überproportional von Infektionen betroffen sind. Um hier zu unterstützen, hat die Stadt Nürnberg daher etwa Ende Januar Verteilung und Versand von FFP2-Masken an Bedürftige organisiert und führt bereits seit Februar im Rahmen der staatlich vorgegebenen Priorisierung Impfungen etwa für Obdachlose und für in Gemeinschaftsunterkünften Untergebrachte durch“, sagt Elisabeth Ries, Referentin für Jugend, Familie und Soziales.

Steinbühl stark betroffen

Bei einem Stadtdurchschnitt von 1,8 Prozent überdurchschnittlich betroffen sind unter anderem die statistischen Bezirke 16 Steinbühl (Infizierte 3,3 Prozent von allen Einwohnerinnen und Einwohnern), 46 Werderau (3,1 Prozent) oder 20 St. Leonhard (2,8 Prozent). Unterdurchschnittlich sind Bezirke wie Maxfeld (0,8 Prozent, Bezirknummer 26) oder Kornburg/Worzeldorf (0,9 Prozent, Bezirknummer 49). „Analysiert wurden die Infektionen nach Wohnadresse der Betroffenen – wo sie sich letztendlich angesteckt haben, ist damit natürlich nicht zu erkennen“, sagt Wolf Schäfer, Leiter des Amts für Stadtforschung und Statistik.

Die Liste verdeutlicht das Infektionsgeschehen in den statistischen Bezirken.
  • Die Liste verdeutlicht das Infektionsgeschehen in den statistischen Bezirken.
  • Foto: Stadt Nürnberg / Amt für Statistik und Stadtforschung
  • hochgeladen von Nicole Fuchsbauer

„Für die höheren Werte in einigen Stadtteilen gibt es – leider – keine einfachen Erklärungen. Wir sehen jedoch eine Korrelation zu dem, was wir allgemein über die Gesundheit der Menschen in unserer Stadt wissen – Armut und soziale Problemlagen haben negative Auswirkungen. Sprachliche und bildungsbedingte Barrieren, beengte Wohnverhältnisse und der überdurchschnittliche Anteil an verarbeitendem Gewerbe, Pflege- oder einfachen Dienstleitungsberufen, die nicht ins Homeoffice wechseln können, stellen uns bei der Pandemiebekämpfung vor besondere Herausforderungen“, sagt Britta Walthelm.

Mehr Infos: https://www.nuernberg.de/internet/statistik/corona_daten.html

Falsche Corona-Zahlen: CSU verlangt Verlässlichkeit und Kompetenz
Autor:

Nicole Fuchsbauer aus Nürnberg

Webseite von Nicole Fuchsbauer
Nicole Fuchsbauer auf Facebook
Nicole Fuchsbauer auf Instagram
Nicole Fuchsbauer auf Twitter
following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

15 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen