Nürnbergs Bewerbung als Kulturhauptstadt Europas 2025 tritt in die heiße Phase
Das Alte mit dem Neuen verbinden und selbstbewusst in die Zukunft blicken

Oberbürgermeister Ulrich Maly, Nürnbergs Kulturreferentin Julia Lehner und Hans-Joachim Wagner (v.l.), der Leiter des Bewerbungsbüros, bei der Präsentation des Bewerbungskonzepts.
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  • Oberbürgermeister Ulrich Maly, Nürnbergs Kulturreferentin Julia Lehner und Hans-Joachim Wagner (v.l.), der Leiter des Bewerbungsbüros, bei der Präsentation des Bewerbungskonzepts.
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Nürnberg (tom) – Mit der Präsentation zentraler „Bausteine" ist die Stadt Nürnberg vergangene Woche in die heiße Phase ihrer Kulturhauptstadt-Bewerbung gestartet. Im Rahmen eines Pressetermins stellten Oberbürgermeister Ulrich Maly, Nürnbergs Kulturreferentin Julia Lehner und Hans-Joachim Wagner, der Leiter des Bewerbungsbüros, neben dem Motto der Bewerbung – „Past Forward“ – auch einige Leitprojekte vor.

„Past Forward“ – was zunächst wie ein Schreibfehler wirkt (,Fast Forward‘, der schnelle Vorlauf beim guten alten Cassettenrecorder) – beinhaltet die gesamte Idee der Bewerbung: Brücken bauen von der Vergangenheit (Past) nach vorne (Forward) in die Zukunft. Oder, wie es OB Maly formulierte: „Unsere bewegende Geschichte nehmen wir als Antrieb, um Nürnbergs Zukunft zu gestalten. Dabei sollen neue Räume für Ideen, Innovation, Mut und Experiment entstehen und unsere Stadt offen, sozial, ökologisch und nachhaltig weiterentwickelt werden.“ Dies betonte auch Julia Lehner: „Die Kulturhauptstadt Europas 2025 ist für Nürnberg die Chance, in den Zukunftsmodus zu schalten, ohne das historische Erbe in Vergessenheit geraten zu lassen.“ Doch bereits jetzt, im Bewerbungsprozess, würden hocheffizient neue Dialogstrukturen zwischen den unterschiedlichen Kulturschaffenden aus „Hochkultur“ und „soziokulturellen Bereichen“ geschaffen.

Die Themenfelder

Um all die ambitionierten Projekte der Bewerbung zu bündeln, wurden drei Themenfelder ausgemacht: „Menschlichkeit als Maß“, „Welt als Aufgabe“ und „Miteinander als Ziel“. Was sich hinter den im Augenblick noch rechts abstrakt wirkenden Begriffpaaren verbirgt, konnten die Bewerbungsmacher nur kurz anreißen, umfassen sie doch eine Vielzahl an einzelnen Bausteinen, von der Umwandlung der von den Nationalsozialisten nie ganz fertiggestellten Kongresshalle in ein „Laboratorium für Kunst und Kultur" über die Neukonzeption des Museums für Industriekultur bis hin zu dem „Symposium Urbanum 2025“, das ganz grundsätzlich die Frage beantworten soll „Wem gehört die Stadt?“

Das Logo

Auch bei der Gestaltung des Logos manifestiert sich der Begriff „Bausteine“. Nürnberg geht nämlich nicht mit einem festen Logo in den Wettbewerb der acht deutschen Städte, die sich um den Titel „Kulturhauptstadt Europas 2025“ bewerben, sondern mit einem ganzen Baukasten. Danusch Mahmoudi von der Nürnberger Agentur DKdL, die für das Designkonzept verantwortlich zeichnet, präsentierte das Set aus klaren Farben, einfachen Grundformen und einer schnörkellosen Typographie, das stets anders kombiniert und zusammengestellt werden kann – unverkennbar und doch immer wieder neu.

Der Etat

Dass ein solches Konzept nicht zum Nulltarif realisiert werden kann, ist klar. Aktuell gehen die Bewerbungsmacher von einem Budget von rund 85 Millionen Euro aus. Dabei werden das Land Bayern, das bereits Fördermittel in Höhe von 30 Millionen zugesagt hat, und die Stadt Nürnberg, die einen Betrag in gleicher Höhe einbringen will, die Hauptlast tragen. Ergänzt wird dieser Grundstock durch Bundesmittel (mindestens 10 Millionen), sowie durch Mittel aus der Region (7,5 Millionen) und durch Sponsoring, Mäzene und Partner (7,5 Millionen) aufgebracht werden sollen.

Autor:

Tom Schreiner aus Fürth

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