Wohnwert steigern, Mieter halten
Wie Vermieter aus Nürnberg von modernen Sanierungen profitieren
- Moderne Bäder steigern Wohnwert und sind heute ein entscheidender Faktor bei der Wohnungswahl.
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Die Zeiten der reinen „Nasszellen“ sind vorbei. Die Menschen stellen immer höhere Ansprüche an ihre Badezimmer. Auch Vermieter in Nürnberg sollten das im Sinne einer langfristigen Wohnwert- und Mietsteigerung im Blick haben und auf moderne Sanierungen setzen.
„Die Zufriedenheit mit dem Badezimmer und der nachhaltigen Qualität der Ausstattung ist so hoch wie nie. Doch auch die Ansprüche wachsen – das Bad soll endlich Zimmer werden.“ Das ist das Fazit, das Jens J. Wischmann, Chef der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft e.V. (VDS), aus der im Herbst 2024 präsentierten jüngsten Auflage der Reihenstudie „#germanbathrooms“ zieht. Mit dieser Umfrage fühlen VDS und das Meinungsforschungsinstitut Forsa den Deutschen regelmäßig den Puls in Sachen Badezimmer.
Besonders in unruhigen politischen und gesellschaftlichen Zeiten entwickelt sich die einstige „Nasszelle“, in der man früher nur die nötigste Zeit verbrachte zum Zähneputzen, Duschen oder den Toilettengang, zur neuen privaten Wohlfühloase, zum Rückzugsraum und zum vollwertigen weiteren Zimmer in Haus oder Wohnung. Dabei gibt es keine nennenswerten Unterschiede zwischen Immobilieneigentümern und reinen Mietern. Ganz im Gegenteil: Gerade Letztere entscheiden sich bei der Wahl ihrer Wohnung meist für die mit dem schönsten Bad. Ein etwas dunkleres Wohnzimmer wird da vielleicht noch in Kauf genommen, ein schäbiges, feuchtes Bad aber nicht.
Mieter, die sich in ihrem Bad wohlfühlen, bleiben länger
Auch Vermieter aus Nürnberg sollten diesen Trend auf dem Radar haben. Die Investition in ein modernes, saniertes Wohlfühlbad mit ansprechenden Fliesen oder hochwertiger Beleuchtung und stylishen Armaturen zahlt sich langfristig für sie aus: durch gesteigerten Wohnwert, eine höhere Mieterzufriedenheit und Mieterbindung sowie langfristig weiter steigende Mieten.
Gleichwohl scheuen viele Vermieter die Investitionen – sei es die umfassende Renovierung eines vorhandenen Bades oder gar der Einbau eines zweiten Badezimmers in einen zuvor anders genutzten Raum des Hauses. Viele Vermieter blicken dabei zu kurzfristig auf die aktuell hohen Mietrenditen, übersehen aber die langfristigen wertsteigernden Potenziale, die eine moderne Sanierung bietet.
Ewan Fleischmann ist Geschäftsführer des Fachunternehmens Badsanieren24 und Experte für 3-D-Badplanung. Er kennt aus der täglichen Arbeit auch mit Kunden aus dem Raum Nürnberg die Bedenken: „Die Kosten für eine Badsanierung in Nürnberg können rasch explodieren, was viele Hausbesitzer erschüttert. Niemand möchte am Ende mehr investieren als vorgesehen.“ Doch dagegen gibt es nach Aussagen des Experten kluge Lösungen: eine klare und transparente Kostenrechnung zu Beginn der Maßnahmen – sowie umfassende Steuersparmöglichkeiten sowie Förderprogramme. Fleischmann: „So behalten Sie Ihr Budget fest im Griff und können Ihr Projekt entspannt verwirklichen.“
Das Finanzamt übernimmt einen Teil der Handwerkerrechnung
Die Kosten einer Badsanierung ergeben sich aus mehreren Faktoren. Die Größe des Badezimmers bestimmt den Materialverbrauch und Arbeitsaufwand. Auch die Handwerkerkosten schwanken je nach Region. Die Materialwahl prägt die Kosten, besonders bei Fliesen, Natursteinen und Badmöbeln. Dusche, Badewanne, Waschtisch sowie WC, Bidet und Urinal fließen in die Gesamtkosten ein. Wird etwa mit Blick auf das eigene Alter oder bereits heute bestehende körperliche Beeinträchtigungen Barrierefreiheit gewünscht, treibt das die Ausgaben weiter hoch. Daher kommt es auf die präzise Planung an. Laien, selbst wenn sie dafür ChatGPT oder kostenlose Online-Tools zurate ziehen, sind bei diesen Berechnungen häufig überfordert – oder übersehen wichtige Details der Sanitärtechnik.
Experten weisen nicht nur den besten, schnellsten und meist auch kostengünstigsten Weg ins neue Badezimmer. Sondern eröffnen bei guter Beratung auch die Chancen, sich einen Teil der Kosten erstatten zu lassen. „Wenn Sie Ihr Badezimmer renovieren lassen, können Sie bis zu 20 Prozent der Handwerkerkosten von der Steuer absetzen. Der maximale Abzugsbetrag beträgt 1.200 Euro. Dies entspricht Handwerkerkosten in Höhe von bis zu 6.000 Euro“, rechnet Ewan Fleischmann vor.
Warum es wichtig ist, zwischen „Erhaltungsaufwand“ und „Herstellungskosten“ zu unterscheiden
Einen wichtigen Unterschied macht das deutsche Steuerrecht zwischen „Erhaltungsaufwand“ und „Herstellungskosten“: Erhaltungsaufwand kann sofort abgesetzt werden, während Herstellungskosten über die Nutzungsdauer abgeschrieben werden müssen. Alle Ausgaben müssen durch ordnungsgemäße Rechnungen belegt werden. Diese Rechnungen müssen detailliert aufgeschlüsselt sein, um die absetzbaren Kosten eindeutig zu identifizieren. Zudem muss das Geld „unbar“ den Besitzer wechseln – die Handwerker also Cash vor Ort zu bezahlen, da spielt das Finanzamt nicht mit.
Vermieter in Nürnberg können die Kosten der Badsanierung als Werbungskosten geltend machen. Dies umfasst sowohl die Erhaltungsaufwendungen, die sofort abgesetzt werden können, als auch die Herstellungskosten, die über mehrere Jahre abgeschrieben werden müssen.
Erhaltungsaufwendungen sind beispielsweise Reparaturen, während Herstellungskosten, die das Bad auf ein höheres Wohlfühl- und Wohn-Level heben, größere Modernisierungen umfassen.
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