RADWEGENETZ VON UND NACH NÜRNBERG
Anbindung an Naherholungsgebiete im Reichswald von Autobahnen zerschnitten

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NÜRNBERG (pm/nf) - Im „Masterplan nachhaltige Mobilität“ verpflichtet sich die Stadt Nürnberg, für ein besseres und gleichwertiges Nebeneinander aller Verkehrsteilnehmer zu sorgen. Der BUND Naturschutz begrüßt das und ist gern bereit, bei der Umsetzung mitzuwirken. Auch außerhalb der Stadtgrenze muss die Stadt auf eine Beseitigung von Einschränkungen nachhaltiger Mobilität hinwirken. Autobahnen um Nürnberg zerschneiden die Landschaft zunehmend und stellen für Radfahrer, Fußgänger und Wildtiere praktisch unüberwindbare Hindernisse dar. Effektive, gerade auch für Menschen und Tiere verfügbare Ausgleichsmaßnahmen hierfür fehlen südlich von Nürnberg.

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Die CSU Nürnberg betätigt den Bund Naturschutz in dieser Ansicht. Die Anbindung an die Naherholungsgebiete im Reichswald südöstlich von Nürnberg ist durch die Autobahnenringsum sehr erschwert, darauf weise BUND zu Recht hin. Einige Anbindungen konnten zwar durch den Einsatz im Stadtrat und der Stadtverwaltung erhalten werden, wie beispielsweie die Querung der A6 bei Langwasser zwischen der Ausfahrt Langwasser und dem Kreuz Nürnberg-Süd. Auch für die A9 war
seitens der Stadt die Anbindung über die ausgebaute Autobahn angeregt. 

Das sind die Vorschläge:

Radverbindung Feucht-Altenfurt durch den Wald 

Radwege, die entlang der Autostraßen (zum Beispiel der Staatsstraße 2401 von Feucht nach Altenfurt) führen, sind wenig attraktiv. Die vorbeifahrenden Autos stören durch Lärm, Abgase und die von ihnen ausgehenden Gefahren.

Die Querung der Autobahn A9 von Berlin nach München ist an der Regensburger Straße seit ihrem Ausbau für Radfahrer und Fußgänger fast nicht mehr zu nutzen, attraktive Ausweichrouten auf Forstwegen des Reichswalds sind dadurch nicht mehr erreichbar.

Die Stadt Nürnberg sollte hier auf Abhilfe drängen. Daher fordern wir den Bau von geeigneten Durchlässen zum Beispiel unter der A9 (Berlin-München) zwischen dem Kreuz Nürnberg-Ost und der Anschlussstelle Fischbach. Wünschenswert wären auch weitere Querungen einerseits unter der A9 zwischen dem Kreuz Nürnberg-Ost und der Staatsstraße ST 2401 und andererseits an der A6 zwischen der Bahnlinie Nürnberg-Regensburg und dem Kreuz Nürnberg-Ost. Die neuen Durchlässe sollten, wenn möglich, mit bestehenden Forstwegen kombiniert werden.

Zwei Vorschläge zur Wiederherstellung von aktuell durch Autobahnen getrennten Verbindungen können der angefügten Karte entnommen werden. Wenn man bedenkt, wie viele Millionen in den Ausbau des Autobahnkreuzes bei Fischbach in Beton fließen, sollten eine oder zwei Querungen im Budget drin sein.

Grünbrücken/Ausgleichsmaßnahme 

Die Zerschneidung der Landschaft durch das Straßennetz gehört zu den Hauptproblemen für Mensch und Tier auch um Nürnberg. Querungshilfen der Schnellstraßen um Nürnberg sind als Beitrag zur Wiedervernetzung zerschnittener Lebensräume und zur Schaffung von Radfahr- und Wanderkorridoren für Menschen und Wildtiere eine wichtige Ausgleichsmaßnahme.

Thema im Ausschuss

Die Nürnberger CSU stellt das Thema jetzt im zuständigen Ausschuss zur Diskussion. Geklärt werden soll u.a., welche Querungen für Radler und Wanderer in denPlanfeststellungen bereits enthalten sind und welche in den weiteren Abschnitten geplant sind? Ferner sollen die Radverkehrsplaner darlegen, wie die Anbindung aus dem Stadtgebiet in den südöstlichen Reichswaldin der Streckenführung geplant ist und ob durch die Baumaßnahmen der Autobahnen neue Hindernisse
entstehen.

Autor:

Nicole Fuchsbauer aus Nürnberg

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