Tag der offenen Tür im Knoblauchsland
OB König sticht den ersten heimischen Spargel an!
- Oberbürgermeister Marcus König und die Knoblauchsländer Spargelprinzessin Vanessa Brunner beim ersten Spargelstich.
- Foto: Jürgen Friedrich
- hochgeladen von Nicole Fuchsbauer
NÜRNBERG (pm/nf) - Die Feinschmecker freuen sich: Pünktlich zur Osterzeit steht heuer frischer Spargel von heimischen Feldern zur Verfügung. Auf dem Spargelfeld von Lehneis Gemüsebau stachen heuer Oberbürgermeister Marcus König und die Knoblauchsländer Spargelprinzessin Vanessa Brunner das erste königliche Gemüse an!
Viele Gemüsearten werden mittlerweile das ganze Jahr über als Frischware angeboten. Der Spargel aus regionalem Anbau hat sich seine herausgehobene Stellung dadurch erhalten, dass es ihn wirklich nur begrenzte Zeit frisch geerntet zu kaufen gibt.
Auf die diesjährige Saison blicken die Erzeuger optimistisch, denn der Winter mit hinreichend vielen Frosttagen und relativ wenigen Sonnenstunden sorgte für die optimale Winterruhe des Spargels. Damit verfügt der Spargel nun über genügend Energie, um bei sonnigen Temperaturen kräftig auszutreiben.
Der Verlauf der Spargelsaison macht jedes Jahr eines auch besonders deutlich - die Abhängigkeit der bäuerlichen Landwirtschaft von der Natur. Der Spargel braucht Wärme, vor allem im Boden. Mindestens 12 oC in 20 cm Tiefe sind erforderlich, um zufriedenstellende Spargelerträge zu gewährleisten.
Sehr viele Verbraucher wissen diesen saisonabhängigen Genuss im Einklang mit dem von der Natur vorgegebenen Rhythmus zu schätzen. Nur beste Qualität kann in einer Zeit des überreichlichen Nahrungsmittelangebots auf den Märkten überzeugen. Und beste Qualität lässt sich nur mit wirklich frischen Erzeugnissen erreichen. Die im Spargel reichlich enthaltenen Vitamine A, B und C, Mineralstoffe wie Kalium, Calcium oder Phosphor, die ätherischen Öle und die sekundären Inhaltsstoffe bleiben nur durch kurze Transportwege voll erhalten.
Daneben bedeutet der Kauf von Regionalprodukten wie dem Spargel aktiven Umweltschutz. Beim Transport von 1 t Gemüse mit dem LKW fallen pro gefahrenen Kilometer 41,2 g Kohlendioxid an, das bekanntermaßen für die globale Erderwärmung mit verantwortlich ist. Von der Vernichtung von Ressourcen wie dem Erdöl ganz zu schweigen. Im Zeitalter der Globalisierung demonstriert man durch den Kauf von Regionalprodukten daneben ein Stück Verbundenheit mit der eigenen Region. Außerdem stellt der Spargelanbau für die Region einen nicht zu unterschätzenden Wirtschaftsfaktor dar. Etwa 10 Millionen Euro Verkaufserlös erwarten die mittelfränkischen Spargelanbauer.
Die Hauptspargelflächen in Mittelfranken liegen im Ballungsraum Nürnberg/Fürth (176 ha), bei Erlangen (45 ha), und im Raum Roth/ Schwabach (57 ha), was insgesamt knapp 8 % der bayerischen Anbaufläche bedeutet.
Tag der offenen Tür im Knoblauchsland
- Die bayerische Bio-Königin Anna-Lena II. und die Fränkische Spargel-Königin Veronika mit Produkten aus dem Knoblauchsland.
- Foto: Jürgen Friedrich
- hochgeladen von Nicole Fuchsbauer
Am Sonntag, 4. Mai, feiert das Knoblauchsland! Besucher können die Vielfalt des heimischen Gartenbaus in den Fürther Ortschaften Braunsbach, Poppenreuth, Ronhof und Sack entdecken.
12 Betriebe und Einrichtungen zeigen von 10 Uhr bis 16 Uhr verschiedenste Gemüsekulturen von A - Z, von der Anzucht über Anbau, Pflege, Ernte, Marktaufbereitung, Lagerung bis zum Verkauf, modernsten Gewächshaus- und Freilandanbau, Beet- und Balkonpflanzen.
Auch Technikfreunde kommen voll auf ihre Kosten: Der Wasserverband öffnet ein Beregnungspumpwerk mit digitaler Steuerungs- und Bewässerungstechnik. Zahlreiche Landmaschinen, Traktoren und moderne Energieerzeugungsanlagen stehen ebenfalls auf dem Programm.
Mit Go-Kart-Bahn, Hüpfburg, Oldtimern, Streichelzoo, „Feuerwehr zum Anfassen“, Drohnenvorführung, Kirchenführungen, Kutschenfahrten und vielem mehr wird auch ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm geboten. In der Fest- und Ausstellungshalle am Betrieb Hofmann Gemüsebau GbR, Schnepfenreuther Str. 26, Fürth-Poppenreuth, stellen sich die landwirtschaftlichen Organisationen mit Informationsständen vor.
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