BayernSPD kritisiert Umgang mit Einzelhändlern bei Click and Collect
Task Force gegen Ladensterben!

REGION (pm/nf) - Der bayerische Einzelhandel steht seit der Coronakrise massiv unter Druck. BayernSPD-Generalsekretär Uli Grötsch und die wirtschaftspolitische Sprecherin der BayernSPD-Landtagsfraktion, Annette Karl, kritisieren deshalb das bizarre Ankündigungs-WirrWarr um eine Click & Collect Option für die bayerischen Händler und fordern eine bayerische Task Force Einzelhandel sowie ein klares Konzept für die schrittweise Wiedereröffnung mit der Situation angemessenen Hygienekonzepten.

Uli Grötsch: „Erst ruft der Wirtschaftsminister die Ladenbesitzer explizit dazu auf, funktionierende Click & Collect-Konzepte für die Zeit der Ladenschließungen vorzubereiten. Dann bläst die Söder-Regierung diese Möglichkeit nur Stunden vor Lockdown-Beginn ab. Dieses Kommunikationschaos, das wir vom Corona-Management der Staatsregierung bereits von anderen Stellen kennen, schadet in dieser schwierigen Lage den Händlern zusätzlich. Dabei bräuchte es jetzt echte bayerische Kraftanstrengungen, um ein Ladensterben zu verhindern.“

Wiedereröffnungsszenarien an Inzidenzwerte anpassen

Der bayerische SPD-Generalsekretär fordert in diesem Zusammenhang ein schnelles Handeln der Staatsregierung, um Innenstädte vor dem Ausbluten zu bewahren und Jobs zu sichern. „Wir brauchen in Bayern eine Task Force Einzelhandel, zum Beispiel in Form eines Fonds, der bestehende Fördertöpfe bündelt und sofort um ein Paket für die Bewältigung der Corona-Folgen erweitert.“ Karl ergänzt: “Dieser Task Force muss ein schleunigst einberufener Runder Tisch mit dem Wirtschafts- und dem Gesundheitsministerium, sowie den Vertretern des Einzelhandels und der Kommunen zugrunde liegen, im dem klare Wiederöffnungsszenarien entsprechend den jeweiligen Inzidenzwerten festgelegt werden. Mehr als alles andere braucht der Einzelhandel, hier vor allem die kleineren Unternehmen, Planbarkeit und Verlässlichkeit!“

Triste Innenstädte ohne Einzelhandel

Die Überbrückungshilfen des Bundes seien gut, reichten aber für viele Einzelhändler nicht mehr aus, um die Existenz zu sichern. Jetzt muss der Freistaat nachlegen, um ein Ladensterben abzuwenden. Uli Grötsch und Annette Karl: „Es geht um viele Arbeitsplätze, aber auch um den Lebenswert unserer Innenstädte. Deren Charme ist besonders in der Vielfalt der Läden und angebotenen Waren begründet. Wenn Zentren erst einmal verödet sind, ist es in der Regel zu spät, das Ruder nochmal herumzureißen.“

Autor:

Nicole Fuchsbauer aus Nürnberg

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