H&M will in Deutschland 800 Stellen streichen
Entlassungen drohen in der Nürnberger Innenstadtfiliale

H&M will Filialen abbauen.
  • H&M will Filialen abbauen.
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NÜRNBERG (dpa/nf) - Der schwedische Modehändler H&M will in Deutschland rund 800 Stellen streichen. Das entspreche rund 5 Prozent aller Beschäftigen des Unternehmens in der Bundesrepublik, sagte eine Unternehmenssprecherin in Hamburg. Auch in der Nürnberger Innenstadtfiliale sollen 28 Prozent der Belegschaft wegfallen. 

H&M versuche, den Stellenabbau über ein Freiwilligenprogramm zu erreichen, um betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden. "Sollte die Anzahl der Freiwilligen in diesem Programm nicht ausreichen, wird die Entscheidung über eine Sozialauswahl getroffen", teilte das Unternehmen mit. Zuvor hatte das Wirtschaftsmagazin "Business Insider" über den Stellenabbau berichtet.

Die Nürnberger SPD solidarisiert sich mit den Beschäftigten von H&M. 28 Prozent der Belegschaft sollen damit faktisch entlassen werden. „H&M muss der Einladung von ver.di an den Verhandlungstisch folgen und kann nicht einfach verdiente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor der Türe setzen“, kritisiert SPD-Vorsitzender Brehm das Management. „Jedem ist klar, dass die derzeitige Situation im Einzelhandel nicht einfach und das Geschäft mehr und mehr ins Netz verlagert wird. Corona wirkt hier wie ein Brandbeschleuniger. Aber wer diesen Transformationsprozess meistern will, muss das mit und nicht gegen die eigenen Beschäftigten tun“, unterstreicht Brehm und verweist auf das Angebot der Gewerkschaft, über einen Digitalisierungstarifvertrag zu sprechen. „Wer unternehmerische und soziale Verantwortung trägt, darf sich diesem Weg nicht verschließen“, meint Brehm.

Die Corona-Krise hatte auch den Moderiesen schwer getroffen. Der Nettoumsatz der H&M-Gruppe sank weltweit im Geschäftsjahr von Dezember 2019 bis November 2020 um 18 Prozent auf rund 187 Milliarden schwedische Kronen (etwa 18,3 Mrd Euro). Bereits im Oktober hatte der Konzern angekündigt, sein Filialnetz ausdünnen zu wollen.

H&M soll wegen Datenschutzverstößen 35 Millionen Euro zahlen
Autor:

Nicole Fuchsbauer aus Nürnberg

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