Negativ-Test, Abstand, Maske
Auf zum Gipfel: Seilbahnen in Bayern starten

Die Gondel der Zugspitzseilbahn läuft im Probebetrieb.
  • Die Gondel der Zugspitzseilbahn läuft im Probebetrieb.
  • Foto: Angelika Warmuth/dpa/Archivbild
  • hochgeladen von Nicole Fuchsbauer

MÜNCHEN (dpa/lby) - Es geht aufwärts: Am Freitag starten nach fast sieben Monaten Stillstand die ersten Bergbahnen wieder Richtung Gipfel. Weitere folgen am Samstag. Pünktlich zu Pfingsten gelangen Ausflügler wieder kraftsparend auf die Berge.

Die Zugspitzbahn fährt ab Freitag wieder auf Deutschlands höchsten Berg. Am Start sind unter anderem auch die Jennerbahn im Berchtesgadener Land, die Brauneck-Bahn, die Söllereckbahn im Allgäu und die Zahnradbahn am Wendelstein. Vielerorts öffnet auch die Gastronomie - teils mit Essen zum Mitnehmen oder nur draußen.

Einen Tag später geht es unter anderem bei der Fellhorn- und Nebelhornbahn bei Oberstdorf sowie an der Imbergbahn in Oberstaufen im Oberallgäu wieder los. Am Großen Arber in Ostbayern hingegen ist die Entscheidung über eine Öffnung noch nicht gefallen.

Voraussetzung für den Betrieb der Lifte sei eine stabile Inzidenz unter 100, ein negativer Corona-Test oder Nachweis über eine Impfung beziehungsweise Genesung, erläuterte der Verband Deutscher Seilbahnen. Zudem gelten wie schon vergangenen Sommer strenge Hygienemaßnahmen: Maske und Abstand. Teils - etwa bei der Zugspitzbahn - dürfen wie schon im Vorjahr weniger Gäste mitfahren. Dort ist auch die Registrierung zur Kontaktnachverfolgung über Luca-/Corona-Warn-App oder analoges Kontakt-Formular verpflichtend.

«Der Gesundheitswert eines Bergausflugs ist unschätzbar, zumal das Infektionsrisiko bei uns äußerst gering ist», sagt Verbandspräsident Matthias Stauch. «Bei uns halten sich die Gäste fast ausschließlich im Freien auf. Die Kabinen sind gut durchlüftet und der Aufenthalt in Kabinenbahnen ist sehr kurz», sagte Stauch, der auch Vorstand der Zugspitzbahn ist.

«Auch für unsere Mitarbeiter war es wichtig, wieder eine Perspektive und ein Ziel vor Augen zu haben» Stauch sprach sich dafür aus, die touristischen Rahmenbedingungen zwischen Österreich und Bayern anzugleichen, da «die eklatanten Unterschiede zu einer massiven Wettbewerbsverzerrung und Konfusion bei unseren Gästen sorgen». Im Nachbarland gelten weniger strenge Auflagen.

Auch die sogenannte Bundesnotbremse erschwere die Situation, da für Nachbar-Landkreise je nach Inzidenz unterschiedliche Regelungen gelten können. Gäste sollten sich vorher informieren.

Autor:

Nicole Fuchsbauer aus Nürnberg

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